Festival

05.10.2013

Wild und bunt

Punk Goes Art: der Musiker Kenneth Spiers alias Spizz vor seinen Werken.
Bild: eric

„Augsburg Calling Britannia“ im Gaswerk beginnt mit der Ausstellung „Punk Goes Art“

Für zehn Tage wird der Punk Augsburgs in Atem halten. Das Festival „Augsburg Calling Britannia“, vornehmlich dem Punkrock gewidmet, bespielt nicht nur mit vier hochkarätigen Konzerten den Gasbehälter des Gaswerks, sondern lockt ebenso mit einer Ausstellung in die Alte Werkstatt. Die beiden Briten Jowe Head und Kenneth Spiers alias Spizz gehören zu jener Gattung, die sowohl in der Ausstellung als auch auf der Bühne zu sehen sind.

Neben ihnen präsentieren ihre Werke die Engländer Marco Francesco Andrea Pirroni, Ian Milroy Carnochan alias Knox , Ray Stevenson, Charlie Harper, Richard Short, Savage Pencil und nicht zuletzt Gaye Black, die als eine der ersten weiblichen Punk-Ikonen galt, sich mittlerweile der bildenden Kunst zugewandt hat und nun als Mentorin der Ausstellung Punk Goes Art fungiert. Aus Augsburg finden sich Lothar Felkel, Otto Schorer, Claudia Gessner, Roddy W. Hoyer und Gerhard Fauser.

Erstmals wurde die Alte Werkstatt auf dem Gaswerkgelände für eine Ausstellung genutzt. Ein Experiment, das glückte, denn die rauen Fassaden der Halle sind wie geschaffen für die Werke aus der Punk- und New-Wave-Szene, deren Verwandtschaft mit der Art brut kaum zu übersehen ist. Malerei, Skulpturen und Fotografie beherrschen die AlteWerkstatt, so bunt undwild wie das Konzertprogramm des Festivals. Spizz, der „wechselhafte Punk Survivor“ aus Birmingham, zeigte nicht allein seine Malereien, sondern beglückte die zahlreichen Besucher im Anschluss an die Vernissage noch zusätzlich mit einem 35-minütigen Solokonzert im Kühlerhaus.

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Vor zehn Jahren hatte sich das überregional erfolgreiche Festival „Rampe 3“ der US-amerikanischen Punkband Ramones verschrieben. Das Augsburg-Calling-Britannia-Festival – in Zusammenarbeit mit Gerhard Seckler, Gaye Black, Regio Augsburg Tourismus, Stadtwerke Augsburg, Signal Gallery London und Event Art Augsburg entstanden – sieht sich als dessen Nachfolger, wie Veranstalter Peter Bommas vom Kulturpark West bei der Eröffnung der Punk Goes Art erklärte.

Im Diskurs über die Nutzung des Gaswerks wolle der Kulturpark zeigen, welche kulturelle Umnutzung möglich sei, so Bommas. Die Nutzung brachliegender Industriehallen sei für die Independent-Kultur seit den 80er Jahren gang und gäbe.

Geöffnet ist die Ausstellung Punk Goes Art bis einschließlich 12. Oktober täglich jeweils von 18 bis 22 Uhr.

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