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Augsburg

26.06.2019

Will die Stadt Augsburg das Ledvance-Areal kaufen?

Ledvance will das Gelände an der Berliner Allee verkaufen.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Die Stadt Augsburg sichert sich ein Vorkaufsrecht für das Ledvance-Areal. Was das bedeutet.

Was passiert mit dem großen Areal nahe des Lechs, auf dem über viele Jahre hinweg Leuchtmittel produziert wurden? Zuerst war es die Firma Osram, später das Unternehmen Ledvance. Inzwischen hat Ledvance die Produktion am Standort in der Berliner Allee eingestellt. Das Grundstück soll nach dem Willen des Eigentümers schnell verkauft werden. Es ist mit 90.000 Quadratmetern Fläche riesig. Es gilt wegen der Nähe zum Lech als Areal, das sich auch für eine etwaige Wohnbebauung anbieten könnte.

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Ledvance-Gelände: Die Stadt müsste das nötige Geld bereitstellen

Bislang hat die Stadt dies aber abgelehnt. Sie würde eine Gewerbenutzung bevorzugen und arbeitet nach eigenen Angaben aktuell zusammen mit Ledvance an einem Konzept für die Zukunft. Zusätzlich stellt die Stadt aber auch die Weichen dafür, das Areal möglicherweise selbst kaufen zu können. Der Bauausschuss hat eine sogenannte Vorkaufsrechtssatzung erlassen.

Dieses Instrument bietet sich an, um direkten Einfluss auf die weitere Entwicklung zu nehmen. Wie könnte das aussehen? Falls Ledvance das Areal an einen Interessenten verkauft und die Stadt dadurch ihre städtebaulichen Ziele gefährdet sehen, könnte sie vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen und in die Verträge einsteigen. Für dieses Vorgehen müssen nach Angaben von Baureferent Gerd Merkle aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Kernbotschaft lautet, dass das Wohl der Allgemeinheit es erfordere, dass die Stadt selbst aktiv wird. Und die Stadt müsste am Ende dafür auch das nötige Geld bereitstellen – es würde sich sicherlich um einen Millionenbetrag handeln.

Ledvance will sein Areal verkaufen

Der politische Anstoß für das Vorkaufsrecht kommt von der Ausschussgemeinschaft. An deren Antrag orientiert sich jetzt die Entscheidung. Im Bauausschuss gab es Zustimmung. Das letzte Wort hat am Donnerstag der Stadtrat.

Ledvance will das Areal an der Berliner Allee verkaufen. Das bestätigt Unternehmenssprecher Lars Stühlen. Es sei Ziel, das Gelände als Ganzes zu veräußern. Ein Zeitfenster gebe es nicht. „Beim Sondierungsprozess sprechen wir mit verschiedenen Interessenten, die auch unterschiedliche Nutzungskonzepte vorschlagen“, sagte Stühlen zuletzt. Offenbar sind sowohl eine Weiternutzung der Gebäude als auch ein Abriss und Neubau denkbar.

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26.06.2019

Ich hoffe die Stadt kauft selber das Gelände und entscheidet eigenständig über die Nutzung. Eine Mischung aus Gewerbe und Wohnen fände ich sinnvoll.
Es wäre nicht so gut das Gelände einem Investor zu überlassen, der dann womöglich wieder auf Luxusbebauung setzt.

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