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Paula Print

15.05.2015

Winzige Dinger, aber gefährlich

Amelie, Seline und Paula Print lassen sich von Zahnärtin Maren Kram das Mikroskop und die Bakterien erklären. Die Medizinerin besuchte mit ihrer Kollegin Karolin Fiege eine Ganztagsgruppe mit Mädchen des Gymnasiums und der Realschule Maria Stern.  	
Foto: Peter Fastl
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Amelie, Seline und Paula Print lassen sich von Zahnärtin Maren Kram das Mikroskop und die Bakterien erklären. Die Medizinerin besuchte mit ihrer Kollegin Karolin Fiege eine Ganztagsgruppe mit Mädchen des Gymnasiums und der Realschule Maria Stern. Foto: Peter Fastl

Mit dem Mikroskop sieht die Zeitungsente Bakterien. Sie können Schaden anrichten, wenn wir unsere Zähne nicht fleißig putzen

Stellt euch mal ein sehr kleines Lebewesen vor. Eine Maus? Nein, noch kleiner. Eine Mücke? Noch viel kleiner! Bakterien sind so klein, dass man sie mit menschlichen Augen überhaupt nicht sehen kann. Man braucht dazu ein Mikroskop; und selbst dann muss man ein paar Tricks anwenden, um diese winzigen Dinger sichtbar zu machen. Das haben jetzt die beiden Zahnärztinnen Maren Kram und Karolin Fiege einer Ganztagsgruppe in den Maria-Stern-Schulen vorgeführt. Und die neugierige Zeitungsente Paula Print war auch dabei.

Ohne dass wir das merken, leben Bakterien überall auf und sogar in unserem Körper. Sie können rund, nudelartig oder spiralförmig sein. Manche sind nützlich für uns, andere können Krankheiten auslösen oder etwa unsere Zähne kaputt machen. Sie heißen Kariesbakterien und sind überall in unserem Mund zu finden. Paula blickt in den Spiegel und sperrt den Schnabel weit auf. Wie erwartet, kann sie keine Bakterien erspähen. Hinten im Rachen ist es ohnehin ziemlich dunkel. Wie kommt man diesen Bakterien auf die Spur?, fragt sich unsere Ente.

Vor den Schülern auf dem Tisch liegt so etwas wie ein Eisstiel. Damit sollen die Kinder jetzt über ihre Zunge oder innen an der Wange entlang fahren. Damit kommt Speichel auf den Stiel. Den streichen sie auf einem kleinen, viereckigen Glasstück ab, dem Objektträger. Mit Kochsalzlösung wird die Probe verdünnt, dann muss sie gut trocknen. Über der Flamme des Bunsenbrenners wird sie fixiert, das heißt, die Bakterien können nicht mehr auf der Glasplatte herumschwimmen. Dann wird etwas blaue Farbe hinzugetropft.

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Einige Zeit muss man nun warten, bis die Bakterien die Farbe angenommen haben – ohne sie würde man sie nicht einmal unter dem Mikroskop sehen.

Dann wird die Farbe vorsichtig wieder abgewaschen und alles noch einmal getrocknet. Jetzt kann man mithilfe des Mikroskops seltsame bläuliche Formen erkennen. Paula ist ganz aufgeregt. Und eine Schülerin neben ihr spricht ein dünnes Fädchen an, das sie in einem runden Bakterium sehen kann. Das ist sein Erbgut. Was Bakterien nun genau sind, das könnt ihr in dem „Lies dich schlau“-Kasten erfahren.

Aber wichtig ist noch: Warum sind die Karies-Bakterien für unsere Zähne so schädlich? Sie haben zwar keine Augen, keine Ohren und keinen Mund – trotzdem fressen sie etwas. Auf ihrer Speisekarte steht der Zucker, den wir in Form von Schokolade, Bonbons oder Kuchen zu uns nehmen.

Davon bleibt immer etwas in den Zähnen hängen. Und wie wir müssen Bakterien, wenn sie gegessen haben, hinterher aufs Klo – sozusagen. Was sie dann von ihrer Zuckermahlzeit ausscheiden, ist Säure. „Ist das Pipi?“, fragt eine Schülerin – naja, in gewisser Weise schon. Und diese Säure greift den Zahnschmelz an, der unsere Zähne schützend umgibt.

Zahnschmelz ist zwar ungeheuer hart. Doch wenn die Säure lange genug auf ihn einwirkt, bekommt er Löcher. Dann entsteht Karies, und der Zahn wird, zunächst an einer kleinen Stelle faulig. Wie das weitergeht, jedenfalls wenn ihr euch nicht oder zu selten die Zähne putzt, könnt ihr euch vorstellen. Paula und die Mädchen wissen jetzt, was zu tun ist, damit der Besuch beim Zahnarzt nicht zum Drama wird.

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