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Wir dürfen der Angst vor Übergriffen nicht zu viel Raum lassen

Kommentar Von Ina Kresse
02.11.2017

Warum das Thema Sicherheitsgefühl an dieser Stelle aufgegriffen wird? Weil es auffällt, wie viele Menschen sich im Alltag fürchten. Doch Angst darf nicht zu viel Raum bekommen.

Viele Menschen fürchten sich im Alltag. Das fängt bei Eltern an, die sich regelmäßig Sorgen machen, weil die Tochter gerne alleine durch die Natur joggt. Vor ein paar Tagen erst bekam ich von meinen Eltern den Link eines Artikels zugeschickt. „Überfälle auf Joggerinnen“ lautete die Schlagzeile. Von einer „Angriffsserie auf Frauen“ war die Rede. Im Text selbst stand jedoch, dass diese Gefährdungslage laut Statistiken in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.

Was aber haften blieb, war die Überschrift und die damit verbundene Angst. Auch im Gespräch mit anderen Frauen höre ich immer wieder von Sorgen um die eigene Sicherheit und darauf abgestimmte Verhaltensmuster.

Bei Ängsten sollten die Fakten betrachtet werden

Angst ist wichtig. Keine Frage. Letztendlich hat sie der Menschheit das Überleben gesichert. Und wenn in manchen Situationen die innere Alarmglocke schrillt, sollte man diese auch nicht ignorieren. Das Bauchgefühl trügt oftmals nicht. Aber man sollte diesen Ängsten nicht zu viel Raum im Alltag lassen.

Auch schadet es sicher nicht, sie einzuordnen, ihre Ursachen und die Faktenlage zu betrachten. Dann kann man besser damit umgehen. Wichtig ist doch, dass man sich in seiner Situation wohl fühlt. Wir leben in einer sicheren Stadt. Von einer Schlagzeile, wie „Überfälle auf Joggerinnen“ und „Angriffsserie“, lasse ich mir die Lauferei nicht vermiesen.

Hier lesen Sie unseren Artikel zu dem Thema: Wie sicher kann man sich in Augsburg fühlen?

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