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Volksfest Augsburg

06.07.2010

Wirbel um Plärrer-Riesenrad ist beendet

Das Riesenrad am Augsburger Plärrer.

Wer gerne eine entspannte Runde über dem Augsburger Plärrer dreht, kann sich freuen: Der Wirbel um das Riesenrad ist vorbei. Von Jörg Heinzle

Wer gerne eine entspannte Runde über dem Augsburger Plärrer dreht, kann sich freuen: Der Wirbel um das Riesenrad ist vorbei, auch im Herbst wird es aufs Augsburgs großem Volksfest ein Rad geben.

Das bestätigte Ordnungsreferent Walter Böhm der Augsburger Allgemeinen. "Wir haben einen Betreiber aus den Niederlanden gefunden, der mit einem attraktiven Rad kommt." Zuletzt hatte es heftige Querelen unter den Riesenradbetreibern gegeben. Es war sogar fraglich, ob es beim Herbstplärrer (ab 27. August) überhaupt ein Rad gibt. Diese Sorge ist nun vom Tisch.

Die Mitarbeiter des Marktamtes hatten sich in den vergangenen Wochen umgeschaut, nun konnte man sich mit einem niederländischen Betreiber einigen. Walter Böhm ist froh darüber: "Das Riesenrad ist ein wichtiger Besuchermagnet", sagt er. Die Schausteller sehen das genauso. Auch Michael Lutzenberger vom schwäbischen Schaustellerverband hatte das Hin und Her um das Rad mit Sorge beobachtet: "Wir brauchen so eine Attraktion, die für Gäste weithin sichtbar ist."

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Ausgelöst wurde der Wirbel, weil die Stadt für Oster- und Herbstplärrer heuer einem neuen Riesenrad-Betreiber den Zuschlag erteilt hatte. Der Platzhirsch, die Firma Willenborg, fühlte sich nach über zwei Jahrzehnten zu Unrecht "rausgeschmissen" und zog vor Gericht. Letztlich endete das Tauziehen mit einem Unentschieden. Willenborg und die Stadt einigten sich auf eine Einstellung des Verfahrens. Dafür stand der Herbstplärrer plötzlich ohne Rad da: Der neue Betreiber hatte sich wegen der Klage zurückgezogen. Und Willenborg wollte nicht in die Bresche springen. "Die Räder sind alle verplant", sagt Willenborg-Anwalt Gerhard Hettinger.

In Sachen Rauchverbot will sich Ordnungsreferent Böhm demnächst mit den Wirten treffen. Ab 1. August wird das Rauchen auch in Festzelten tabu sein. Eine Ausnahmeregelung, wie sie dieses Jahr noch für das Münchner Oktoberfest gilt, wird Augsburg wohl nicht anstreben. "So eine Ausnahme schiebt die Sache doch nur auf", sagt Böhm. Sein Ziel sei es, nun eine Lösung zu suchen, wie das Verbot umgesetzt und eingehalten werden kann. Von Jörg Heinzle

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