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Augsburg

12.07.2013

Wlan: Stadträte sind jetzt bereit fürs freie Internet

Die Stadt Augsburg will schon bald auf dem Rathausplatz ein für Internet-Nutzer kostenfreies WLAN schaffen. Noch gibt es aber einigen Abstimmungsbedarf.

Die Stadt Augsburg will schon bald auf dem Rathausplatz ein für Internet-Nutzer kostenfreies WLAN schaffen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten andere, von Besuchern stark frequentierte Standorte ebenfalls so ausgestattet sein, dass jeder mal E-Mails checken kann oder im Internet surfen kann – sofern sein Gerät die technischen Voraussetzungen hat.

So war gestern die einhellige Auffassung im städtischen Personal- und Organisationsausschuss. Es ist die Korrektur einer früheren Entscheidung. Bürgerproteste in den zurückliegenden Wochen hatten ihre Wirkung gezeigt.

Es gibt noch Abstimmungsbedarf. Es ist offen, wer das WLAN-Netz einrichtet und betreibt. Möglicherweise kommt der Verein „Förderverein Freie Netzwerke“ infrage, der den Freifunk Augsburg bereits managt. Denkbar ist aber auch, dass ein anderer Provider auftritt. In einer Vorlage der Stadtverwaltung war gestern von 5000 Euro an Kosten die Rede, die für das Pilotvorhaben fällig wären. 3700 Euro für die einmalige Installation und monatlich 120 Euro für die Betreuung.

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Die endgültige Entscheidung wird in der nächsten Sitzung des Personalausschusses fallen, die auf 17. September terminiert ist.

Fraktionsübergreifend war in der gestrigen Sitzung die Begeisterung über WLAN zu vernehmen. In teils wortreichen Beiträgen wurde erklärt, warum die Stadträte noch vor Wochen sich gegen WLAN auf dem Rathausplatz ausgesprochen hatten und jetzt ein Umdenken eingesetzt habe. Man sei nicht prinzipiell gegen WLAN oder gar gegen Internet gewesen, sondern es hätten zuletzt einige Informationen gefehlt, die nun gegeben seien.

Einzig Rainer Schönberg (Freie Wähler) war doppelt glücklich, weil er frühzeitig die Möglichkeiten eines Zugangs gefordert hatte, um drahtlos ins Internet zu kommen.

„Die Schaffung eines für den Nutzer kostenfreien WLAN-Netzes wird von den Bürgern gefordert und ist trotz angespannter Haushaltslage finanziell vertretbar“, heißt es bei der CSU. Claudia Eberle, Vorsitzende der CSM-Fraktion, unterstützt die Freifunk-Idee: „Neben dem technischen Aspekt verfolgt die Freifunk-Bewegung soziale Ziele, so könnte im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements auch Internet für alle verfügbar gemacht werden.“

Die SPD, die sich wegen ihrer anfänglichen Bedenken zunächst viel Kritik einstecken musste, hat zwischenzeitlich reagiert. Sie hat nun selbst ein WLAN-Netz am Rathausplatz installiert.

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