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08.07.2010

Wochenmarkt ist ein Magnet

Hochzoll Einen "relativ hohen Leerstand" von 13 Prozent bei gewerblichen Objekten macht Dr. Ralf Popien in Hochzoll aus. Der Stadtteil verfügt seiner Erhebung zufolge über 76 Ladenimmobilien. Absolut unverzichtbar sind, wie er im Pfarrsaal von Heilig Geist bei der Informationsveranstaltung zum Entwicklungskonzept berichtete, der Drogerie-Markt, der Wochenmarkt auf dem Zwölf-Apostel-Platz (besonders freitags) und der gesamte Zwölf-Apostel-Platz mit seinem Branchenmix selbst.

Wird der Drogerie-Fachmarkt nicht erhalten, so Popiens Prognose, ginge dem Stadtteil viel Frequenz verloren. Während er vor allem im gastronomischen Bereich Defizite sieht, wisse das Unternehmen Tengelmann schon, warum es den Standort an der Zugspitzstraße aufgegeben hat. Er selbst gibt einem Supermarkt an dieser Stelle auch wenig Chancen auf wirtschaftlichen Erfolg. Wie die Aktionsgemeinschaft Hochzoll hält er einen Quartiersmanager für unerlässlich, um Bedarf, Standort und Unternehmer so zu koordinieren, dass sie sich nicht gegenseitig behindern. Auf diese Weise könnten auch unattraktive Ansammlungen von Geschäften - etwa für Matratzen - vermieden werden.

Erweiterung gehört gedeckelt

Popien und die anderen Experten von "Urbanes Wohnen" raten ferner von überdimensionierten neuen Lebensmittelmärkten ab. Aus diesem Grund sei eine Deckelung der Verkaufsfläche notwendig, wenn der bestehende Rewe-Markt erweitert wird. Mehr als 1500 Quadratmeter könnten den Zwölf-Apostel-Platz und die dort ansässigen Geschäfte in die Bredouille bringen. Als Chance für die Wirtschaft sehen Popien und seine Kollegen die Möglichkeiten bei der Entwicklung der Brachflächen - etwa bei der Post.

Als eher negativ wird die Platzgestaltung des Zwölf-Apostel-Platzes angesehen. Positiv sei hingegen das Zusammenwirken der verschiedensten Akteure dort. So werde etwa von Vereinsseite für Sauberkeit und Bepflanzung gesorgt. Auch die Wegeverbindungen waren ein Thema. Sie müssen laut Stefan Quarg und Claudia Meinel durchgängiger gestaltet werden. Außerdem fehlt es im Zentrum an Plätzen, an denen die Bürger ungezwungen im öffentlichen Raum zusammenkommen. Was außerdem fehlt: Sitzgelegenheiten wie etwa Sitzsteine, damit Senioren ausruhen können.

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