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Augsburg

24.01.2019

Wohnbaugruppe errichtet 800 neue Wohnungen

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Diese neue Wohnanlage befindet sich an der Dr.-Dürrwanger-Straße nahe der Uniklinik. Aktuell läuft gerade der Innenausbau. Die Wohnbaugruppe geht von einem Bezugstermin im Mai aus.
Bild: Andrea Wolf/ Wohnbaugruppe

Die städtische Tochter will in den kommenden sechs Jahren rund 800 neue Einheiten fertigstellen. Warum der Umzug der Firmenzentrale ein großes Projekt in der Firnhaberau ermöglicht

Wenn der bayerische Bauminister Hans Reichhart am 18. März nach Augsburg kommt, ist er beim Spatenstich für das bislang größte und mit rund 65 Millionen Euro teuerste Projekt der Wohnbaugruppe Augsburg mit von der Partie: Im Norden des Reese-Areals an der Ulmer Straße entsteht der Reesepark I, zu dem neben 141 Wohnungen auch Gewerbeeinheiten zählen. Die Flächen im Erdgeschoss beziehen ein Rewe-Supermarkt und eine Rossmann-Drogerie. Damit sollen sich die Einkaufsmöglichkeiten für die Bewohner Kriegshabers verbessern. Diese sind – zumindest in diesem Stadtteil – genauso gefragt wie neuer Wohnraum.

Zuschuss orientiert sich am Einkommen

In diesem Punkt hat sich die Wohnbaugruppe (WBG) mit Geschäftsführer Mark Dominik Hoppe viel vorgenommen. Von jetzt an gerechnet will sie in den nächsten sechs Jahren rund 800 zusätzliche Wohnungen unterschiedlicher Größe auf den Markt bringen. Diese sollen auch für Menschen mit kleinerem und mittlerem Budget erschwinglich sein. „Alle Wohneinheiten werden nach dem Modell der einkommensorientierten Förderung errichtet“, sagt Hoppe. Das bedeutet: Die Mieter bekommen einen Zuschuss, der sich nach ihren finanziellen Verhältnissen richtet. Nachfolgend listen wir, nach Stadtteilen und Baubeginn geordnet, die einzelnen Projekte auf. Schwerpunkt ist Augsburgs Nordwesten.

Fast fertigstellt ist die Anlage Dr.-Dürrwanger-Straße. Die 36 Wohnungen auf dem Areal der ehemaligen Flak-Kaserne gegenüber der Uniklinik werden im Mai bezogen. Rund zwei Jahre später soll der Reesepark I stehen. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 will die WBG direkt im Anschluss an das aktuelle Vorhaben aktiv werden und in Richtung Langemarckstraße den Reesepark II mit 135 Wohnungen verwirklichen. In eines der Gebäude soll ein Stützpunkt mit Quartiersmanager und Mehrgenerationentreff einziehen.

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Reese: Skateranlage verzögert sich

Für die jüngere Generation gedacht ist eine Spiel- und Freizeitanlage nahe der Bgm.-Ackermann-Straße. Sportlich Ambitionierte können das Beachvolleyball-Feld und die sogenannten Calisthenics-Fitnessgeräte bald nutzen, die Skater-Anlage hingegen muss nochmals ausgeschrieben werden.

Wieder zurück zu den Wohnungen: Wegen der noch ungelösten Probleme mit dem Spectrum-Club in puncto Lärmschutz versieht Hoppe das Projekt auf dem Linde-Areal mit einem Fragezeichen, was den Baubeginn anbelangt. Zwischen Ulmer Straße und Friedhof sind 26 Einheiten geplant.

Im Nachbarstadtteil von Kriegshaber befindet sich Augsburgs größte ehemalige Kasernenfläche, das Sheridan-Areal. Wegen der großen Nachfrage nach Wohnungen wird gerade für ein Gebiet im Norden der Bebauungsplan umgewandelt. Dort, wo ursprünglich Gewerbe vorgesehen war, sollen einige Hundert neue Wohnungen entstehen. Die Wohnbaugruppe hat sich Baufelder gesichert und will die Wohnanlage Sheridanpark mit 172 Einheiten ab Ende 2019 in zwei Etappen verwirklichen.

Wohnungen auf dem Spicherer-Areal werden 2020 gebaut

Ursprünglich wollte die WBG mit dem Bau von 74 Wohnungen auf dem Gelände der Spicherer-Schule im Zentrum Pfersees ebenfalls in diesem Jahr beginnen. Jetzt hat sie das Projekt auf Frühjahr 2020 geschoben. „Wir müssen eines nach dem anderen abarbeiten und können nicht, wie von Stadtrat Alexander Süßmair gefordert, 1000 Wohnungen im Jahr bauen“, so Mark Dominik Hoppe.

Im Herzen des Stadtteils an der Nordfriedhofstraße entstehen anstelle des Stadtreinigungsdepots ab diesem Sommer 35 Wohnungen.

Ebenfalls Mitte 2019 wird eine Anlage im Brunnenlechgässchen nahe der Hochschule modernisiert. Dies dient als Anlass, im Dachgeschoss sechs zusätzliche Wohnungen zu schaffen.


Seit dem Umzug in einen Neubau steht das alte Servatiusstift-Seniorenzentrum leer. Die Firma Klaus Wohnbau hat das Grundstück erworben und will dort 180 Wohnungen bauen. 57 dieser Einheiten erwirbt die WBG schlüsselfertig und vermietet sie voraussichtlich ab 2021 an ihre Kunden. Die Wohnungen sind laut Hoppe in Richtung Schertlinstraße gelegen.

Wohnbaugruppe braucht bisherige Werkstatt bald nicht mehr

Ein Projekt im Osten Augsburgs hängt mit dem Umzug der WBG-Firmenzentrale in einen Neubau an der Ackermann-Straße zusammen. Weil dadurch ab 2022 die Werkstattgebäude in der Schillstraße nicht mehr benötigt werden, kann das Unternehmen an der Stadtteilgrenze Lechhausen/Firnhaberau tätig werden. Voraussichtlich ab 2023 sollen dort 118 Wohnungen entstehen.

Noch keinen Zeitplan gibt es für vier weitere Vorhaben: So will die Wohnbaugruppe im künftigen Neubaugebiet Haunstetten Südwest rund 600 Wohnungen bauen. Aktiv werden möchte sie auch auf der Weltwiese in Kriegshaber (140 Einheiten), in der Wernhüterstraße in Lechhausen (50) und auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Wohanka im Bärenkeller.

So viele Wohnungen gibt es bereits:

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Investoren stärker in die Pflicht nehmen

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