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Augsburg

10.04.2019

Wohnen und Gastronomie: Was Kolping alles im Domviertel plant

So sieht es im Bistro „2er“ innen aus: Die Einrichtung greift das Thema Straßenbahn auf. Geschäftsführer Heinrich Lang setzt auf dieses ungewöhnliche Ambiente.
Bild: Silvio Wyszengrad

Kolping investiert im Domviertel in Augsburg einen Millionenbetrag. Es geht ums Wohnen, aber auch um die Gastronomie.

Wenn ein Café den Namen „2er“ trägt, ist dies aufs erste ungewöhnlich. Erklärbar wird die Bezeichnung wegen einer Straßenbahnhaltestelle der Linie 2, die direkt vor dem Bistro in der Frauentorstraße liegt. Die Einrichtung greift mit viel Liebe zum Detail das Thema Straßenbahn auf. Die Kolping-Stiftung Augsburg betreibt die Lokalität.

Doch dahinter steckt weit mehr als ein gastronomisches Konzept: „Wir wollen einen Beitrag zur Aufwertung der Frauentorstraße und des gesamten Domviertels leisten“, sagt Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller. Insgesamt 23,5 Millionen Euro werden für ein großes Bauprojekt im Viertel investiert.

Das neue Café sitzt in Räumen, die zuvor als Büros genutzt wurden. Wer den Straßenzug näher kennt, erinnert sich auch an ein Kolping-Reisebüro, das hier einmal angesiedelt war. Das „2er“ ist ein Baustein in einem Gesamtpaket, mit dem sich Kolping künftig stärker nach außen öffnen möchte. Im nächsten Schritt wird Ende Mai das neue „Kolpings Restaurant“ eröffnet.

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Es bietet Platz für 70 Besucher, im Bistro sind es 50 Sitzplätze. Der Saal, der 300 Personen unterbringt, sowie neue Tagungsräume gehören ferner zum Angebot. Kolping möchte nach den Umbauten mehr Besucher anziehen. Deshalb soll das versteckt liegende Restaurant besser beworben werden. Der Zugang in der Frauentorstraße, der durch ein Tor führt, wird attraktiver gestaltet.

Kolping baut in Augsburg: Die Dimension ist gigantisch

Café und Bistro sind jedoch nur ein kleiner Teil einer Millioneninvestition von Kolping im Domviertel. Weil die Umbauten in einem von der Straße nicht einsehbaren Bereich stattfinden, erschließt sich die Dimension des Bauprojektes Außenstehenden nicht. In die Modernisierung und Sanierung der bestehenden Gebäude fließen 15 Millionen Euro. Die Arbeiten begannen im Jahr 2017, fertig soll alles Anfang 2020 sein.

Ende Mai eröffnet das renovierte „Kolpings Restaurant“.
Bild: Silvio Wyszengrad

Wenn die Arbeiten beendet sein werden, hat die Kolping-Stiftung insgesamt 23,5 Millionen Euro am Standort Augsburg ausgegeben, um das Kolpinghaus für moderne Ansprüche umzurüsten. In den Jahren 2015 und 2016 wurde bereits ein Neubau an der Jesuitengasse für 76 Bewohner errichtet. Es ist das Gebäude mit der Kolping-Tiefgarage.

Im Kolpinghaus finden junge Menschen in Ausbildung eine Unterkunft. Es gibt Dauerbewohner und Kurzzeitbewohner. Wer zum Blockunterricht in die Berufsschule muss, kann vorübergehend im Kolpinghaus bleiben. Wer längerfristig untergebracht ist, zahlt bis zu 750 Euro im Monat. Für junge Menschen in Ausbildung mag dies ein stolzer Betrag sein, die meisten erhalten jedoch finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite. Zusätzlich kommt eine soziale Komponente zum Tragen.

Heinrich Lang, Geschäftsführer des Kolpinghauses, erläutert: „Wir bieten neben Unterkunft die Verpflegung mit Frühstück und Abendessen an.“ Hinzu komme eine pädagogische Begleitung und Betreuung. Kolping-Mitarbeiter sind vor Ort im Haus, um den Bewohnern als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Dies ist teils auch deshalb nötig, weil einzelne Bewohner jünger als 18 Jahre alt sind. Lang ist studierter Theologe. Er sagt, dass christliche Werte im Zusammenleben eine Rolle spielen. Bei der Auswahl der Bewohner werde aber keineswegs auf Religionszugehörigkeit geschaut.

Die Sanierung der Wohnungen im Innenhof der Frauentorstraße läuft.
Bild: Silvio Wyszengrad

Kolpinghaus in Augsburg: Wer die Investition finanziert

Auch in der Bauphase war das Kolpinghaus ständig bewohnt. Aktuell werden 190 Wohnheimplätze bereitgehalten, wobei es einige freie Plätze gibt. Lang erläutert: Das kann daran liegen, dass Auszubildende ihre Lehre abbrechen.“ Nach Abschluss der Sanierung sind es dann 246 Plätze. Bei der Finanzierung des teuren 23,5 Millionen Euro teuren Gesamtpakets profitiert die Stiftung von staatlichen Zuschüssen. Vom Bund kommen sechs Millionen Euro, Freistaat Bayern und Bayerische Landesstiftung zahlen zusammen 1,8 Millionen Euro. Größter Geldgeber ist allerdings die Diözese Augsburg, die 6,5 Millionen Euro bereitstellt.

Man habe darüber diskutiert, ob es die Aufgabe der Kirche sein müsse, ein Wohnhaus in dieser Höhe zu unterstützen, sagt Geschäftsführer Heinrich Lang. Das Ja werde damit begründet, „weil es sich schließlich um eine Investition handelt, die jungen Menschen den besseren Einstieg ins Berufsleben ermöglicht.“

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11.04.2019

Was diese Truppe von Kolping seit Jahren unserem Viertel antut, das ist kaum zu beschreiben. Jahrelanger Ausnahmezustand wegen Dauerbaustelle, nächtliche Randale von den Wohnheimbesuchern und ständige Feueralame. Ich kann keine Aufbauleistung von Kolping für unser Viertel erkennen. Stattdessen verhält man sich fortgesetzt wie der Elefant im Porzellanladen.

Und wenn die Frauentorstrasse etwas ganz bestimmt nicht braucht, dann den gefühlt 100. Imbiss. Was daran jetzt eine besondere Leistung sein soll, erschließt sich mir nun ganz und gar nicht.

Die Planer des neun Imbiß haben sich wohl auch mit der Konzeption ordentlich vertan. In den ersten Wochen standen lustige Schilder „Vorsicht Kopfstoß-Gefahr“ auf den Tischen. Das war schon echter Slapstick.

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