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Augsburg

25.09.2019

Wohnungen für 800 Menschen: So soll das Cema-Areal mal aussehen

So sehen die Pläne der Firma Baustolz für ihren Abschnitt des Cema-Geländes in Augsburg aus.
Bild: Baustolz (Animation)

Plus Aus dem früheren Molkerei-Gelände in Oberhausen wird ein Wohngebiet. Erste Wohnungen stehen zum Verkauf. Die Preise sind auf einem Niveau, das in Augsburg heute üblich ist.

Aktuell sieht man kaum mehr als eine karge Fläche, auf der noch nicht viel passiert. Und Reste alter Industrieanlagen, den Kamin eines Heizkraftwerkes etwa, verfallene Gebäude. In nicht allzu ferner Zukunft allerdings sollen anstelle der Industriebrache hier bis zu 800 Menschen in rund 400 Wohnungen leben; das frühere Areal der Central-Molkerei Augsburg, kurz Cema, die ab 1957 am Standort in der Zirbelstraße in Oberhausen produzierte, wird ein Wohngebiet. 2010 war das Aus für das Unternehmen, das zuletzt von Allgäuland geführt worden war.

Cema-Areal in Augsburg-Oberhausen: Aus Brache wird Wohngebiet

Nach Plänen des Investors, der Firma Solidas in Augsburg, entstehen auf dem zwei Hektar großen Areal rund 400 Wohneinheiten vom Mikroapartment bis zum Stadthaus. Wobei Solidas nicht mehr für alles zuständig ist, was hier geschieht: Einen Teil der Fläche hat der Augsburger Projektentwickler an die Firma Baustolz verkauft, die auf ihrer Homepage bereits recht konkrete Pläne präsentiert. Man wolle 30 Stadthäuser sowie 66 Wohnungen bauen, heißt es dort. Seit Kurzem stehen einzelne Objekte des Unternehmens zum Verkauf, auch auf Portalen wie „Immobilienscout“ sind sie zu finden. Es werden Zweizimmerwohnungen mit 48 Quadratmetern für etwa 280.000 Euro angeboten, aber auch ein Reihenhaus mit etwa 140 Quadratmeter Grundfläche für etwas mehr als 600.000 Euro. Preise, die vor einigen Jahren noch kaum vorstellbar schiene und für viele Augsburger auch nicht zu zahlen sein dürften.

Das Cema-Areal heute. Bis 2010 war dort in Augsburg-Oberhausen eine Molkerei.
Bild: Bernd Hohlen

Preise aber auch, die in der Stadt bei Neubauprojekten mittlerweile nicht mehr unüblich sind – oft liegen sie gar höher. Eine Marktanalyse der städtischen Wohnbaugruppe (WBG) hatte zuletzt ergeben, dass im Juni bei 31 der 304 in der Stadt angebotenen Wohnungen über 6000 Euro pro Quadratmeter verlangt wurden. Eine kurze Recherche in den gängigen Immobilienportalen bringt aktuell Angebote wie eines aus Göggingen zutage, in dem für eine 170-Quadratmeter-Wohnung 1,3 Millionen Euro verlangt werden. Vorrangig in der Innenstadt, in Göggingen, Hochzoll und Kriegshaber wurden zuletzt teure Wohnungen und Häuser angeboten. Doch auch im früher günstigen Oberhausen steigen die Preise ebenso wie die Mieten seit Jahren an; Baustolz wirbt auf ihrer Website damit, man liege hier bis zu 20 Prozent unter den ortsüblichen Marktpreisen.

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Augsburg: Neues Wohngebiet soll nächstes Jahr gebaut werden

Auf Anfrage erklärt das Unternehmen, die Preise für Reihenhäuser in Augsburg begännen bei 555.000 Euro, was deutlich unter marktüblichen Preisen sei. Mit Verkaufspreisen ab 4700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche sei man auch im Geschosswohnungsbau unter den Marktpreisen für vergleichbare Objekte vor Ort. Was durchaus stimmen dürfte.. Die Illustrationen der Firma zeigen Wohnungen und Reihenhäuser in moderner Architektur, aber auch viel Grünfläche, die durch zueinander ausgerichtete Gärten entstehen soll, und einen Spielplatz für Kinder. Als möglicher Bezugstermin wird in den Verkaufsangeboten 2021 und 2022 genannt.

Das Cema-Areal heute. Bis 2010 war dort in Augsburg-Oberhausen eine Molkerei.
Bild: Bernd Hohlen

Nach Auskunft von Anton Kopp, Geschäftsführer von Solidas, soll der städtebauliche Vertrag für das Großprojekt in Kürze unterzeichnet werden, bis Ende des Jahres oder Anfang kommenden Jahres soll der Bebauungsplan in Kraft treten. Das würde vermutlich bedeuten, dass im Frühjahr 2020 die Bauarbeiten beginnen – und 2021 die ersten Menschen in ihre Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei ziehen könnten. Kopp sagt, auf dem Teil des Areals, der momentan noch Solidas gehört, sollten rund 230 Mikroappartements und 60 geförderte Studentenwohnungen entstehen. Der Abschnitt, der noch im Eigentum der Augsburger Firma ist, soll in den kommenden Monaten weiterveräußert werden.

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