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Augsburg

02.11.2012

Wohnungen im Reese-Areal: Die Nachfrage ist groß

Reese
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Bisher ist noch wenig zu sehen von dem neuen Viertel auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne. Die Bauarbeiten in dem Quartier, in dem einmal bis zu 2000 Menschen leben sollen, haben gerade erst begonnen.
Bild: Ruth Ploessel

Die ehemaligen Kasernenflächen in Augsburg sind begehrt. Jetzt wird das Reese-Areal bebaut. Auch Mietwohnungen sollen entstehen.

Sechs, sieben Jahre dürfte es her sein. Gerhard Failer kann sich genau erinnern. Er ist beim Bauunternehmen Dumberger für den Vertrieb von Grundstücken und Immobilien zuständig. Damals fuhr Failer mit Interessenten durch das alte Kasernentor auf das Sheridan-Areal, von einem Hügel aus blickte man über die brache Fläche. „Nur wer viel Fantasie hatte, konnte sich vorstellen, wie das einmal aussehen wird.“

Inzwischen ist aus dem ehemaligen Kasernengelände ein belebtes Stadtviertel geworden. Das Interesse an Baugrund auf der Konversionsfläche ist nach wie vor so groß, dass ursprünglich geplante Gewerbeflächen jetzt sogar für Wohnbebauung freigegeben werden sollen.

Und nicht nur das: Die Attraktivität des früheren Kasernengeländes hat sich herumgesprochen und zu einem regelrechten Ansturm auf die zweite große Konversionsfläche, das Reese-Areal, geführt. Dass man in Augsburg solche Flächen anbieten kann, sei ein „Glücksfall“ für die Stadt, sagt Manfred Deutschmann von der Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS), die die einstigen Militärflächen vermarktet.

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Bauträger spüren zusätzliche Nachfrage

Die derzeitige Lage auf den Finanzmärkten kurbelt die Nachfrage zusätzlich an. Weil die Zinsen niedrig und die Angst vor einem Zerfall des Euros groß sind, investieren viele Menschen in die eigenen vier Wände oder legen ihr Kapital in Immobilien an. Die Bauträger auf dem Reese-Gelände spüren das ganz deutlich – auch wenn bisher wenig zu sehen von dem neuen Viertel.

Dumberger hat erst in der vergangenen Woche mit den Bauarbeiten begonnen. Andere Bauträger wie Asset werden nachziehen. Doch schon jetzt läuft der Verkauf gut. „Wir sind bislang sehr zufrieden“, sagt Asset-Geschäftsführer Hubert Rettenberger. 14 Wohnungen will sein Unternehmen bis Herbst 2013 fertigstellen, 80 Prozent sind bereits verkauft. Auch bei Dumberger ist der Absatz ähnlich gut.

Doch nicht nur Kapitalanleger und Eigenheimbesitzer gehören zur Zielgruppe der Bauträger. Im Sommer hatten sich Dumberger, Asset sowie Lichtblau (Burgau), Real Estate Solution (Wehringen) und TFM Wohnbau (Augsburg) zum „Augsburger Forum für Wohnungsbau“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, Immobilien und Grundstücke in der Stadt auch überregional zu vermarkten und Investoren nach Augsburg zu holen, die hier Großprojekte realisieren.

Experten stehen dem Vorhaben positiv gegenüber, weil dank solcher Geldgeber vermehrt Mietwohnungen im Neubau entstehen könnten. Und gerade die könnte Augsburg brauchen. Bei der Stadt geht man davon aus, dass pro Jahr 500 Wohnungen gebaut werden müssten, um steigende Bevölkerungszahlen und Abrisse zu kompensieren.

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