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Woran es im Intensivbereich der Uniklinik krankt

Kommentar Von Eva Maria Knab
20.08.2020

Eine Personalentscheidung in der Vergangenheit zeigt, wie schnell es Probleme geben kann. Auch in Zukunft geht es um eine gute Versorgung von Patienten in der Region.

Als das Klinikum Augsburg noch ein kommunales Krankenhaus war, stand es extrem unter Spardruck. Das wirkte sich auch aufs Personal aus. Beispielsweise wurden 2016 frisch ausgebildete Pflegekräfte nicht übernommen, um Kosten zu sparen. Die Folge des Einstellungsstopps: Zwei Jahre später mussten vorübergehend Intensivbetten und OP-Säle geschlossen werden, weil es nicht genügend Pflegepersonal gab.

Der Mangel an Pflegekräften auf dem Arbeitsmarkt hat Folgen

Zwar hat sich Lage seither etwas verbessert. Es gab große Anstrengungen, im In- und Ausland mehr Personal zu akquirieren. Aber auch aktuell zeigt sich: Der Mangel an Pflegekräften ist das größte Problem, wenn sich das Augsburger Uniklinikum weiterentwickeln will.

Nach wie vor ist es so, dass die derzeit angestrebte Zahl von 100 Intensivplätzen im Haus nicht betrieben werden kann, nur weil die dafür nötigen Mitarbeiter fehlen. Dieser Engpass droht sich weiter zu verschärfen, wenn die neue Intensivstation mit noch mehr Betten im Anbau West fertig wird.

Die größte Herausforderung wird jetzt sein, genug Personal zu finden. Gelingt dies nicht, wäre das nicht nur ein Hemmschuh bei der Entwicklung des Krankenhauses, sondern auch ein alarmierendes Signal für die Versorgungsqualität in der Region.

Lesen Sie auch: Die Uniklinik Augsburg schiebt viele Operationen vor sich her


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