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Augsburg

15.09.2017

Yoga soll für Frieden am Kö sorgen

Eine Generalprobe gab es schon: Mit Yoga-Kursen soll der Kö-Park neu belebt und erlebbar gemacht werden.
Bild: Stadt Augsburg/Annette Zoepf

Die Parkanlage am Augsburger Kö hat ein Image-Problem: Die Straftaten nehmen zu, auf den Bänken dominiert die Trinkerszene. Jetzt geht die Stadt ungewöhnliche Wege der Entspannung.

In den kommenden zwei Wochen soll auf den Grünflächen am Königsplatz kostenloses Yoga angeboten werden. Ziel sei es, den Platz anders zu beleben und wahrnehmbar zu machen, sagt Ekkehard Schmölz, Leiter von Augsburg Marketing.

Zahl der Straftaten am Kö in Augsburg nimmt zu

Am Kö-Park gab es zuletzt Probleme, weil die Zahl der Straftaten dort zunahm. Teils gibt es Reibereien unter jungen Flüchtlingen, die sich dort die Zeit zu vertreiben versuchen, teils gibt es Schwierigkeiten mit der Trinkerszene, die sich seit dem Start der Tunnelarbeiten am Bahnhofsvorplatz verlagert hat. Übergriffe auf Passanten gibt es so gut wie keine, doch der Platz ist auf dem Weg dazu, ein Image-Problem zu bekommen.

Das Yoga-Angebot soll einen Gegenpol setzen. Ab Montag, 18. September, bis zum Samstag, 30. September, gibt es täglich einen einstündigen Kurs für Jedermann (Ausnahme ist Sonntag, 24. September). Die Kurse zweier Augsburger Yoga-Schulen starten montags bis freitags um 18 Uhr, samstags um 14 Uhr (das Programm finden Sie hier). Eine Anmeldung ist nicht nötig. Mitbringen muss man ein Handtuch/Decke und eine Gymnastikmatte. Bei Regen fällt das Programm aus.

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„Die imagebildenden Plätze in der Augsburger City unterliegen besonderen Herausforderungen. Dies gilt in besonderem Maße für den Königsplatz“, so Ekkehard Schmölz, Leiter des städtischen Marketing. Bei „Yoga im Kö-Park“ handle es sich um einen Probeversuch für eine sportliche Nutzung. Bereits bei der Klavier-Aktion „Play me, I’m yours“ habe man bewusst auf den Königsplatz gesetzt.

Bei der Stadt entwickelt man indes referatsübergreifend ein Konzept, wie innerstädtische Plätze „bespielt“ werden können. Eingebettet ist das in den verstärkten Einsatz von Streetworkern des Stadtjugendrings und Mitarbeitern des Ordnungsdienstes. Wie das Konzept genau umgesetzt werden soll, war am Donnerstag nicht in Erfahrung zu bringen - Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD) ist momentan im Urlaub. Wohin die Reise gehen könnte, ist aber schon deutlich: Wurm hatte im Frühjahr, als die Stadt wegen Jugendlicher, die auf dem Rathausplatz laut Musik hörten und Alkohol tranken, für den Königsplatz Überlegungen in Richtung eines Open-Air-Kinos angestellt und kleinere Aufführungen auf dem Elias-Holl-Platz ins Spiel gebracht.

Kamera-Überwachung für den Königsplatz?

Die Überlegung hinter dem Konzept dürfte jedenfalls sein, Plätze durch eine gezielte breite Nutzung nicht einzelnen Gruppen zu überlassen. Am Oberhausener Bahnhofsvorplatz hat die Stadt vergangenes Jahr zum Friedensfest eine „Friedenstafel“ nach dem Vorbild des Rathausplatzes veranstaltet.

Was den Königsplatz betrifft, wird die Polizei wohl noch den September abwarten, um dann eine Bilanz zu den Straftaten-Zahlen des Sommers zu ziehen. Anschließend werde man mit der Stadt über Maßnahmen sprechen, so Polizeisprecher Thomas Rieger. Wie berichtet ist eine Kameraüberwachung für den Königsplatz durch die Polizei im Gespräch. Bis darüber endgültig entschieden ist, könnte es kommendes Jahr werden.

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