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22.07.2010

Zeichnen wie Miro

Aus einem simplen, braunen Holzschaukelpferd zauberten Leonie und Noemi (mit Blume im Haar) sowie andere Kinder ein künstlerisches Objekt à la Keith Haring. Foto: Duldner
Bild: Duldner

Spickel Früh übt sich bekanntermaßen: Mit seinen acht Jahren darf Julien bereits von sich behaupten, an einer Ausstellung mitgearbeitet zu haben. Stolz inspiziert er eine kornblumenblaue Plastik, die ein lustiges Männchen darstellt. "Die würde ich mir glatt ins Kinderzimmer stellen", sagt der Schüler über die Figur aus Styropor und Pappmaschee. Offensichtlich ist sie dem Werk von Keith Haring nachempfunden. Weitere durch Künstler wie Roy Lichtenstein und Joan Miró inspirierte Bilder und Skulpturen sind noch bis Sonntag, 1. August, in der Gärtnerhalle des Botanischen Gartens zu sehen. Diese sind Ergebnisse des kreativen Schaffens der Mädchen und Jungen der städtischen Kindertagesstätte Mittenwalder Straße sowie jungen Besuchern des Lechuferfests im vergangenen Jahr.

Bereits zum dritten Mal dürfen die Schützlinge der Kita-Leiterin Marlene Iuhasz ihre schöpferischen Projektarbeiten im Botanischen Garten ausstellen. In den vorigen Ausstellungen ging es um Freundschaft sowie Fotografie im eigenen Stadtteil. Diesmal stand das Thema "Farben" im Vordergrund. Davon ausgehend entwickelten die Kinder laut Iuhasz Interesse für die beiden genannten Pop-Art-Künstler sowie den Surrealisten Joan Miró. "Die Kinder hatten einen sehr hohen Anspruch an sich selbst", so Erzieherin Katharina Lindenbaum über den Schaffensprozess. "Von uns aus durfte gekleckst oder über den Rand hinaus gemalt werden. Untereinander war das aber nicht so gerne gesehen." Trotzdem erlebten die Projektbetreuerinnen eine harmonische Teamarbeit.

Ganz aus dem Häuschen, ihre Arbeiten ausgestellt zu sehen, sind Noemi und Leonie. Mit leuchtenden Augen zeigen die Sechsjährigen ihren Eltern und Geschwistern ein selbst bemaltes Schaukelpferd. Auf dessen Unterseite haben sich die beiden mit farbigen Handabdrücken verewigt. "Zu Hause malen wir keine Spielsachen an", versichern sie.

Was unser Leben ohne Farben wäre, fragte Pia Härtinger bei ihrer Lesung im Rahmen der Ausstellung im Botanischen Garten. Nach kurzem Überlegen fällt Julien auch schon eine Antwort ein: "Ein altmodischer Schwarz-Weiß-Film."

In Kooperation mit dem Verein Hochzoller Kulturtage zeigen die im Rahmen eines Castings im Jahr 2009 prämierten Nachwuchskünstler Sophia Rieth und Juri Kannheiser am Samstag, 31. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr, wie Farben in der Musik zum Ausdruck gebracht werden. Veranstaltungsort: die Gärtnerhalle. (vd)

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