24.01.2017

Zeitlos schön

Cellistin Asja Valcic gab alles.
Bild: eric

Klaus Paier und Asja Valcic im Jazzclub

Wenn ein Akkordeon auf ein Cello trifft, kann das eine sehr dröge Angelegenheit werden. Nicht so beim Crossover-Projekt der beiden Musiker Asja Valcic (Cello) und Klaus Paier (Akkordeon, Bandoneon), deren klangliche Verwebungen eine facettenreiche Welt voller Überraschungen schufen. „Timeless Suite“ heißt die aktuelle Veröffentlichung des Duos. Und zeitlos war die Musik wahrlich, die die kroatische Cellistin Asja Valcic und der österreichische Akkordonist Klaus Paier im gut besuchten Augsburger Jazzclub zum Besten gaben.

Jeweils für sich allein sind die beiden schon virtuose Instrumentalisten. Im dialogischen Zusammenspiel unternahmen sie dann einen atemberaubenden Ritt durch stilistische Genres. Vom Tango-lastigen Hymnus zu modulierten Auszügen aus Strawinskys Ballettmusik „Pulcinella“ reichte der brodelnde Eintopf, der mit explosiven Ausflügen in die Improvisation, in den Balkan oder den modernen Jazz gewürzt war. Die durchweg eigenen Kompositionen und Bearbeitungen forderten ein Optimum instrumentalen Könnens. Da knarzte, knirschte und kratzte das Cello und wechselte behände vom begleitenden Kontrabass zum Flageolett-Falsett in expressionistischer Art. Auch das Akkordeon ließ kaum eine Farbnuance aus, ließ bald einen tiefen Atem spüren, dann wieder in blitzschnellen Jazz-Phrasen und clusterhaften Akkord-Ausbrüchen sich ausdrückende, kraftstrotzende Hektik. Die erzählerische Kraft faszinierte.

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