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Augsburg

11.11.2011

Zoo gibt afrikanische Elefanten nach Holland ab

Elefant Sabi verletzte am Donnerstag einen Pfleger im Augsburger Zoo.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Entscheidung ist gefallen. Die Elefanten Sabi und Franzi wechseln von Augsburg in den Tierpark Rhenen.

Nach dreiwöchiger Suche steht nun fest: Der Zoo Augsburg wird seine beiden afrikanischen Elefanten Sabi und Franzi nach Holland abgeben, und zwar an den Tierpark in Rhenen. Das teilte Zoochefin Barbara Jantschke gestern Abend auf Anfrage mit. Hintergrund des Tiertransfers ist der Unfall im Zoo vor rund drei Wochen. Elefantenkuh Sabi hatte einen 43-jährigen Tierpfleger beim Ausmisten in der Box angegriffen und schwer verletzt. Der Pfleger muss wohl noch mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben. Mitarbeiter im Zoo versorgen die Elefantenkuh derzeit sicherheitshalber nur noch zu zweit.

Nach der Attacke zog Zoochefin Jantschke rasch Konsequenzen. Sie kündigte an, Sabi an einen anderen Tierpark abzugeben, und zwar zusammen mit Elefantin Franzi. Die Dickhäuter sind schon lange zusammen und aneinander gewöhnt.

In die Suche nach einer neuen Heimat für die beiden Elefanten aus Augsburg war der Tiergarten Schönbrunn in Wien eingebunden. Dort wird die Zucht afrikanischer Elefanten in europäischen Zoos koordiniert. Bei der Auswahl seien mehrere Kriterien wichtig gewesen, sagt der zuständige Zuchtbuchführer Harald Schwammer in Wien. „Es musste eine gute Haltung sein und für das europäische Zuchtbuch Sinn machen.“ Im Prinzip seien Sabi (27) und Franzi (22) noch gut für die Zucht einsetzbar, so der Zoologe. Laut Jantschke war außerdem entscheidend, dass die beiden Tiere zusammenbleiben können. So sei die Eingewöhnung in der neuen Umgebung leichter.

Im Zoo in Rhenen am Rhein sei auch die nötige Sicherheit für die Haltung gegeben, sagen Experten. Dort wurde ein moderner Elefantenpark gebaut. Die Pfleger sind beim Kontakt mit den Dickhäutern geschützt, was in Augsburg nicht der Fall ist. Auf Sabi und Franzi wartet in Rhenen eine neue Herde. Sie besteht aus einem Bullen und zwei Elefantenkühen. Entscheidend für den Tiertransfer nach Holland war auch die Zustimmung deutscher Behörden. Sabi und Franzi wurden seinerzeit in der Wildnis gefangen. Die nötige Cites-Bescheinigung für den Export nach Holland liege dem Zoo inzwischen vor, sagt Jantschke. Nach ihrer Einschätzung wird es aber noch etwas dauern, bis Sabi und Franzi auf die Reise gehen. Für den Transport ist ein Speziallaster mit Heizung nötig. In Augsburg bleiben dann noch die beiden asiatischen Elefanten.

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