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Polizei

17.02.2015

Zwei Männer überfallen Taxifahrer

Einer zückt Waffe und schießt. Opfer setzt sich zur Wehr. Auf der Flucht stürzt ein Täter über Schneehaufen

Raubüberfall auf einen Taxifahrer am späten Sonntagabend in Göggingen: Zwei Männer versuchten dabei, einen Taxifahrer mit Waffeneinsatz auszurauben. Das Opfer setzte sich zur Wehr. Auf der Flucht stürzte einer der Täter über einen Schneehaufen. Da er stark betrunken war, wurde er vom Taxifahrer überwältigt. Gegenüber der Polizei machte der 23-jährige Räuber keine Angaben zu seinem Komplizen.

Die Tat ereignete sich gegen 22.20 Uhr im Bereich der Schlößlestraße. Ein 23-jähriger Augsburger hatte sich dorthin zusammen mit einem weiteren, derzeit noch unbekannten Mann ein Taxi bestellt, schildert die Polizei den Tatverlauf. Als das Taxi eintraf, riss der Unbekannte die Beifahrertüre auf und richtete ein Pfefferspray auf den Fahrer. Im gleichen Moment öffnete der 23-Jährige die Fahrertüre und bedrohte den Taxifahrer mit einer Waffe. Beide forderten Geld von dem Fahrer, wobei der 23-Jährige seine Forderung dadurch unterstrich, dass er einmal in die Luft schoss. Anschließend holte er den Geldbeutel des Überfallenen aus dem Auto, sein Komplize sprühte nochmals Pfefferspray in das Fahrzeuginnere, bevor er wegrannte.

Nachdem er nochmals einen Schuss in Richtung Taxifahrer abgab, flüchtete auch der 23-jährige Täter. Er kam aber wegen eines Schneehaufens zu Sturz. Diese Situation nutzte der Taxifahrer. Er überwältigte den Räuber und nahm auch die Waffe an sich. Unabhängig davon hatte eine Anwohnerin die Polizei verständigt. Die Schüsse aus der Schreckschusswaffe hatten die Frau alarmiert. Der überwältigte Täter war bei seiner Festnahme alkoholisiert (über 1,2 Promille) und wollte sich zu der Tat gegenüber der Polizei nicht äußern, Angaben zu seinem geflüchteten Mittäter wollte er momentan auch nicht machen. Der 23-Jährige, der schon wegen anderweitiger Delikte in Erscheinung getreten ist, wurde am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der Taxifahrer blieb bei dem Handgemenge mit dem Täter unverletzt. Laut Polizei hatte das Opfer erkannt, dass es sich nicht um eine scharfe Waffe handelte, mit der geschossen wurde.

Die Polizei warnt allerdings davor, sich mit aller Konsequenz Tätern entgegenzustellen. Ein Polizeisprecher sagt: „Es können auch im Umgang mit Schreckschusswaffen durchaus schwere Verletzungen resultieren, weshalb eine derartige Vorgehensweise im Hinblick auf das vorhandene Gefahrenpotenzial keineswegs empfehlenswert ist.“ Nicht immer gingen derartige Gefahrensituationen so glimpflich aus wie in diesem Fall, „ohne das beherzte – aber eben auch risikoreiche – Eingreifen des Geschädigten schmälern zu wollen“.

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