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Augsburg

15.09.2020

Zwei Schulklassen und Kita-Gruppe wegen Corona in Quarantäne

An der Bischof-Ulrich-Realschule in Kriegshaber befindet sich eine 9. Klasse wegen Corona in häuslicher Quarantäne.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus An der Bärenkeller-Schule und der Bischof-Ulrich-Schule in Augsburg gibt es Corona-Fälle. Die Verantwortlichen ziehen trotzdem ein positives Fazit der ersten Schulwoche.

Nach den Sommerferien sind die Schulen am vergangenen Dienstag im Regelbetrieb gestartet. An zwei Augsburger Bildungsstätten ist es mit der Normalität bereits wieder vorbei. An der Bärenkeller-Mittelschule musste eine 7. Klasse in Quarantäne geschickt werden, weil ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet wurde. An der neuen privaten Bischof-Ulrich-Realschule in Kriegshaber befindet sich eine 9. Klasse nach dem positiven Test einer Mitschülerin zu Hause. In beiden Fällen hat das städtische Gesundheitsamt die Quarantäne verhängt.

Corona-Infektionen in zwei Augsburger Schulen

Trotz Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht im Unterricht, die bayernweit ab der 5. Klasse vorerst bis Ende dieser Woche gilt, hat Covid-19 an den beiden Bildungsstätten Einzug gehalten. Laut Maria Apitzsch, der Leiterin der Bischof-Ulrich-Schule, hat die betroffene Schülerin am zweiten Tag nach den Ferien Symptome gezeigt. Sie sei daraufhin getestet und die Klasse bis 22. September in Quarantäne geschickt worden. Für die neu eröffnete Realschule sei der Distanzunterricht eine besondere Herausforderung. Die ersten Tage habe man beim Homeschooling improvisiert. „Am Donnerstag bekommen unsere Lehrer ihre Endgeräte, dann kann es richtig losgehen", sagt Apitzsch.

Das Zimmer der 7. Klasse im Bärenkeller steht seit Freitag leer, es ist Distanzunterricht angeordnet. Wie Schulamtsdirektor Markus Wörle auf Anfrage mitteilt, wurde mittlerweile die komplette Klasse auf das Coronavirus getestet. Er hofft, dass der Fall eine Ausnahme bleibt. „Unser Ziel ist es ganz klar, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Dafür müssen wir die Beschränkungen und das Einhalten der Hygienemaßnahmen an den Schulen in Kauf nehmen.“

Zwei Schulklassen und Kita-Gruppe wegen Corona in Quarantäne

Tritt ein Covid-19 Fall in einer Klasse auf, so wird die gesamte Klasse für vierzehn Tage vom Unterricht ausgeschlossen sowie eine Quarantäne durch das (für den Wohnort der jeweiligen Schüler/Lehrer) zuständige Gesundheitsamt angeordnet, erläutert Thomas Wibmer vom Augsburger Gesundheitsamt das Prozedere. Der Zeitpunkt, ab wann die Quarantäne beginnt, beziehe sich in der Regel auf den Zeitpunkt des letzten Kontakts mit der infizierten Person.

Wie bekannt wurde, musste auch eine Gruppe einer Augsburger Kindertagesstätte aufgrund eines Corona-Falls geschlossen werden. Aufgrund des Datenschutzes, so die Stadt, könne sie keine Angaben machen, welche Einrichtung betroffen ist. Es handle sich jedoch nicht um eine städtische Kita.

Stadt Augsburg und Schulamt ziehen positives Fazit zum Schulstart

Trotz der aktuellen Ereignisse ziehen die Stadt und das Staatliche Schulamt nach der ersten Woche Präsenzunterricht mit kompletten Klassen an den Schulen ein positives Fazit. „Dass nach den Sommerferien aufgrund der Corona-Pandemie Klassen geschlossen werden, damit ist zu rechnen gewesen. Es ist auch zu erwarten, dass weitere Klassen folgen", sagt Bürgermeisterin und Bildungsreferentin Martina Wild (Grüne). Sie dankt den Schulfamilien, die sich größtenteils vorbildhaft auf den Schulstart vorbereitet und die Hygienekonzepte gut umgesetzt hätten. Gleiches gelte auch für die städtischen Kitas. Die Kinder würden in Stammgruppen betreut, damit die Kontakte übersichtlich blieben.


Das Augsburger Gesundheitsamt meldete am Dienstag neun neue Covid-19-Fälle. Zwei Neuinfektionen wurden bei Reiserückkehrern aus der Türkei und dem Kosovo festgestellt. Zudem wurden zwei Augsburger Kontaktpersonen bestätigter Covid-19-Fälle positiv getestet. Bei fünf infizierten Personen ist der Infektionsort noch unbekannt. In den vergangenen sieben Tagen wurden 69 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 23,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

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15.09.2020

Fussballzuschauer sind wieder im Stadion erlaubt. Daher kann Corona nicht mehr gefährlich sein. Also alle sich an die Vorgaben halten und den Staat auf Schadensersatz verklagen. Dann sehen wir ja ob das Verhältnismäßigkeit ist.

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