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Hauptbahnhof

21.12.2011

Zwei Tunnel, ein neuer Bahnsteig und Rolltreppen

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2 Bilder
18 Meter Breite: Über das erste Untergeschoss unter dem Hauptbahnhof gelangen die Fahrgäste zu den Zügen und zur Straßenbahn ein Stockwerk tiefer.

Die Anlage soll leistungsfähiger werden. Im August 2012 geht es los

Es wird die wohl schwierigste und anspruchsvollste Baustelle in Augsburg werden, die sich ab kommendem Jahr zwischen Halder- und Rosenaustraße erstrecken wird: Der Umbau des Hauptbahnhofs unter „rollendem Rad“ wird technisch wie logistisch aufwendig.

Was ist geplant? Unter dem Hauptbahnhof wird zwischen Halder- und Rosenaustraße (Sebastian-Buchegger-Platz) ein mehr als 300 Meter langer Tunnel samt 96 Meter langer unterirdischer Straßenbahnhaltestelle gegraben (Grafik rechts). Zusätzlich wird ein Fußgängertunnel vom Hauptbahnhofs-Gebäude bis zum Buchegger-Platz gebaut. Der Eingang zur Unterführung im vergangenes Jahr innen sanierten Bahnhof wird in der linken Halle (Bahnhofsbuchhandlung) sein. Einen Eingang auf dem Bahnhofsvorplatz lehnte die Bahn ab, um den Geschäften im Bahnhof keine Kunden zu nehmen. Die Fußgängerunterführung wird 18 Meter breit sein – momentan ist die Unterführung zu den Bahnsteigen fünf Meter breit. Unterhalb der Bahnsteige verlaufen beide Unterführungen auf zwei getrennten Ebenen. Richtung Westen gleicht sich das Niveau dann an (siehe Grafik oben). Beide Unterführungen laufen seitlich versetzt zueinander. Radler sind im Fußgängertunnel nicht zugelassen.

Was sollen die Vorteile sein? Einerseits versprechen sich die Stadtwerke eine bessere Verzahnung der Tram mit der Bahn. Die Tram-Tiefhaltestelle hat Lift- und Rolltreppenzugang zu den Bahnsteigen. Die Bahn will zudem den Hauptbahnhof insgesamt leistungsfähiger machen. Dafür soll ein Nahverkehrsbahnsteig (Bahnsteig F) errichtet werden. In der Umbauphase wird dieser Bahnsteig aber auch als Reserve dienen, weil für die Untertunnelungsarbeiten immer ein Bahnsteig außer Betrieb genommen werden muss. Für den Bahnsteig F läuft ein eigenes Genehmigungsverfahren. 2014 soll der Bahnsteig, der dann ganz im Westen errichtet wird, stehen.

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Wann geht es los? Den Anfang des Projekts sollen Vorbereitungsarbeiten ab August 2012 in der Halderstraße machen. Dabei geht es vor allem um die Verlegung eines Kanals. Zwischen Schrannen- und Hübnerstraße wird später eine Abfahrtsrampe für die Straßenbahn errichtet, die dann auf Höhe Salewahaus im Untergrund verschwindet. Genutzt wird, dass die Tramlinie 3 Richtung Stadtbergen während des Kö-Umbaus (ab Februar 2012) ohnehin außer Betrieb genommen wird. Parallel zu den Rampengleisen werden weiterhin zwei Schienen oberirdisch verlaufen. Grund: Ab 2014 wird die Tram weiter durch den Pferseer Tunnel fahren, bis der Bahnhofstunnel 2019 in Betrieb genommen werden kann.

Wird es Behinderungen geben? Ja. Im ersten Schritt bis 2013/14 wird bis unter den Bahnhofsvorplatz gegraben. Dazu werden die Oberfläche entfernt, Bohrpfähle als Seitenwände in die Erde getrieben und ein Betondeckel aufgesetzt. Den eigentlichen Aushub macht man erst später, wenn auf der Betondecke oben schon wieder der Verkehr läuft. Zeitweise wird die Viktoriastraße trotzdem gesperrt werden müssen. Gleichzeitig werden die Bauarbeiten vom Westen her in Angriff genommen. Das Tunnelportal wird in die Wertachleite gegraben, der Tunnel auf den Rangiergleisen von oben gegraben. Ab 2014 wird man dann in den Bahnsteigbereich gehen. Jeweils ein Bahnsteig und zwei Gleise werden außer Betrieb genommen. Von oben wird dann gegraben. Im Bahnverkehr wird es Gleisverlegungen geben, es fahren aber nicht weniger Züge.

Was ist mit der Tram-Wendeschleife? Die Stadtwerke planen für 7,5 Millionen Euro eine Wendeschleife unter den Rangiergleisen. So können mehr Linien die unterirdische Haltestelle anfahren. Neben der Linie 3 sollen die Linie 4, die am Bahnhof endet (momentan am Salewahaus), sowie die geplante Linie 5 nach Augsburg-West unterirdisch halten. Für den Betriebsablauf ist die Wendeschleife nach Ansicht der Stadtwerke unbedingt nötig.

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