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  3. Prozess in Augsburg: Böllerwurf bei FCA-Spiel: Angeklagter bittet Opfer um Entschuldigung

Prozess in Augsburg
25.03.2024

Böllerwurf bei FCA-Spiel: Angeklagter bittet Opfer um Entschuldigung

Der Hauptangeklagte (rechts) sitzt in einem Gerichtssaal neben weiteren Angeklagten vor Rechtsanwalt Harald Stehr (Mitte) auf der Anklagebank.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Beim Bundesligaspiel in Augsburg verletzt ein Mann mit einem Böllerwurf 14 Menschen. Der 28-jährige Hoffenheim-Fan kommt in U-Haft. Im Prozess gibt er eine Erklärung ab.

Zu Beginn des Strafprozesses wegen einer heftigen Böllerexplosion in der Augsburger WWK-Arena hat der Hauptangeklagte die Tat eingeräumt und die Opfer um Entschuldigung gebeten. "Es tut mir von Herzen leid", sagte der 28-Jährige am Montag beim Verhandlungsauftakt am Landgericht Augsburg. "Es war niemals meine Absicht, jemanden zu verletzten, vor allem keine Kinder." Er habe lediglich einen lauten Knall erzeugen wollen. Die Gefahr des sogenannten "Mamba-Böllers" sei ihm nicht bewusst gewesen. Der Mann aus Göppingen entschuldigte sich bei allen Opfern, die als Zeugen aussagten, persönlich.

Er schilderte in einer Erklärung, wie er am 11. November 2023 beim Bundesligaspiel zwischen dem FC Augsburg und der TSG Hoffenheim (1:1) einen Böller aus dem Gästeblock in Richtung Spielfeld warf. Dieser detonierte in der Nähe von Fans. Dabei wurden laut Anklage 14 Personen verletzt, darunter fünf Kinder. Sie erlitten vor allem Knalltraumata und Schocks; ein 14 Jahre alter Junge musste sich aber auch wegen einer Fleischwunde durch herumfliegende Böllerteile behandeln lassen. Das Spiel wurde kurz unterbrochen.

Böllerwurf bei FCA-Spiel: Prozess war wegen Befangenheit vertagt worden

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vor. Wie berichtet, wurde er aufgrund von Zeugenhinweisen noch im Stadion festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von zwei bis 15 Jahren, erklärt Stefanie Nicka, Pressesprecherin des Landgerichts. Außerdem sind drei weitere Hoffenheimer Fans im Alter von 28, 31 und 35 Jahren angeklagt. Sie sollen den Haupttäter unterstützt haben, etwa, indem sie eine Fahne vor dessen Gesicht geschwenkt hätten, um ihn zu verdecken. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe zu den Delikten vor – sie sitzen nicht in Untersuchungshaft.

Zwei von ihnen äußerten sich am Montag ebenfalls zu den Vorfällen aus dem Herbst. In einer Erklärung verlas ein Verteidiger, dass sein Mandant nicht ahnte, wie gefährlich der Böller sei. Der zweite Mitangeklagte sagte mit teils zittriger Stimme, dass er nicht davon ausgegangen sei, dass sein Kumpel den Böller wirklich zünden werde. Er bereue zudem, die Tat nicht verhindert oder im Vorfeld die Sicherheitskräfte informiert zu haben. Der 35 Jahre alte Mann habe später Drohanrufe bekommen und sei als "Bastard" und "Mörder" bezeichnet worden. Wie auch alle anderen Angeklagten bat er die Opfer um Entschuldigung und distanzierte sich von der Tat.

Prozess in Augsburg: Täter bittet jedes Opfer persönlich um Entschuldigung

Eines der wichtigsten Beweismittel wurde am Montagvormittag bereits mehrmals gesichtet: das Videomaterial aus dem Stadion. Darauf ist der Tathergang gut zu beobachten. Der 28-Jährige sagte, er könne sich nicht mehr an alles erinnern. Zum Zeitpunkt der Tat hatte er nach eigenen Angaben bereits sieben Bier getrunken. Nun wolle er alles tun, um den Schaden wiedergutzumachen – und bat jedes der als Zeugen geladenen Opfer persönlich um Entschuldigung. Nur ein Geschädigter, der als Nebenkläger auftrat, nahm diese explizit nicht an.

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Böllerwurf beim FC-Augsburg-Spiel: "Der schlimmste Tag in meinem Leben."

Ein 14 Jahre alter Junge erzählte von der Explosion direkt neben sich in Reihe eins. Seine Hose und lange Unterhosen seien zerfetzt worden, am Oberschenkel habe er eine Fleischwunde erlitten. Noch heute sei die Narbe der Verletzung zu sehen. Seine Mutter, die im Stadion daneben saß, berichtete in der Zeugenvernehmung mit zitternder Stimme: "Das war der schlimmste Tag in meinem Leben." Immer noch sehe sie vor ihrem inneren Auge, wie sich die Tochter im Stadion erschrocken die Ohren hält. Der Vater schilderte, dass ihn das Gesicht und die Panik seiner Tochter damals im Stadion am meisten beschäftigten.

Der Prozess war in der vorigen Woche zunächst vertagt worden, weil ein Schöffe selbst bei dem Spiel im Stadion war und deshalb für das Verfahren ausgetauscht werden musste. Zwei Verteidiger hatten ihn wegen Befangenheit abgelehnt. Ursprünglich waren vier Verhandlungstage bis Mitte April anberaumt worden. Zwei davon werden voraussichtlich zur Beweisaufnahme benötigt, so Gerichtssprecherin Nicka. Bereits am Montag waren 16 Zeugen und vier Sachverständige geladen. Am Dienstag wird der Prozess fortgeführt – drei Zeugen und mehrere Sachverständige sollen dann Aussagen. Ob der Vorsitzende Richter Christoph Kern – der zufälligerweise auch ehrenamtlicher Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ist – weitere Verhandlungstermine ansetzen muss, bleibt zunächst unklar. (mit Manuel Schwarz, dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.03.2024

Das es ihm von Herzen leid tue wurde doch bestimmt nur gesagt, damit er als Einsichtig dar steht und dadurch auf eine "mildere" Strafe hofft.

Natürlich wird ihm bewusst gewesen sein was er da macht und es gab für ihn ja auch anscheinend ein Ziel was er mit dem Wurf bezwecken wollte. Er kann "nur" froh sein, daß es nicht noch schlimmer ausgegangen ist. Ich möchte damit natürlich nicht, das was geschehen ist herunterspielen aber es hätte auch noch viel Schlimmer ausgehen als es jetzt eh schon ist.
Ich war selber bei dem Spiel mit meiner Tochter im Stadion .

25.03.2024

Zitat:

"Es tut mir von Herzen Leid", sagte der 28-Jährige am Montag beim Verhandlungsauftakt am Landgericht Augsburg. "Es war niemals meine Absicht, jemanden zu verletzten, vor allem keine Kinder."

Frage: Was ist denn dann seine Absicht gewesen, als er den Sprengstoff zur Detonation gebracht hat? An ein Tischfeuerwerk wird er vermutlich nicht gedacht haben?