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Augsburg
11.05.2022

Das erste Wildstörche-Paar in Augsburg hat Nachwuchs

Die Augsburger Wildstörche haben in diesem Jahr erfolgreich gebrütet, obwohl das Wetter nicht optimal war.
Foto: Gerhard Mayer

Die erfahrenen Augsburger Storcheneltern ließen sich beim Brüten durch schlechtes Wetter nicht entmutigen. Beim zweiten wilden Storchenpaar wird es jetzt spannend.

Die Augsburger Wildstörche sind im Elternglück. Das Paar, das regelmäßig an der Augsburger Zoomauer brütet, hat in diesem Jahr viel Nachwuchs bekommen. Gerhard Mayer vom Landesbund für Vogelschutz zählte drei Junge im Nest. Spannend ist nun, ob auch das zweite Storchenpaar nebenan erfolgreich brüten wird. Es hat ein Problem.

Einfach war es nicht in den vergangenen Wochen. Das Paar, das zuerst Eier legte, hat seine Jungen trotz Schnee, Regen und Kälte erfolgreich ausgebrütet. Der Vogelschützer hat sie gezählt und fotografiert. Auf dem Bild sind zwei der drei Küken mit ihren weißen Köpfchen zu sehen. "Alle Freunde der Augsburger Wildstörche können aufatmen", sagt Mayer.

Zwei Storchenküken zeigen ihre Köpfchen

Mayer hat einen Tipp, wie man die Storchenfamilie in ihrem Horst am besten sehen kann: Besonders gut ist sie für Zoobesucher zu beobachten, wenn ein Elternstorch Nahrung oder Zweige einfliegt. Dann begrüßen sich die imposanten Vögel jeweils mit klappernden Schnäbeln.

Erfreulich ist in diesem Jahr auch noch etwas anderes. An der Zoomauer sei vor einigen Jahren ein zusätzliches Nest gebaut worden, damit sich dort weitere Wildstörche ansiedeln können, erzählt Zookurator Thomas Lipp. Doch die ließen auf sich warten. Diesen April hat sich erstmals auf einer höheren Buche ein weiteres Paar Weißstörche eingenistet. Es hat mit der Brut später begonnen. Das wechselhafte Wetter der vergangenen Wochen hatte den Frühjahrszug der Störche zeitlich gestreckt.

Ein Storchenweibchen ist verletzt

"Es bleibt spannend, ob auch diesem Brutpaar Nachwuchs gelingt", sagt Mayer. Fachleute sind sich nicht sicher, ob die Paarung gelungen ist und die Eier befruchtet sind. Das Weibchen war bei seiner Ankunft in Augsburg verletzt. Es humpelte auf einem Bein, das war bei der Nahrungssuche in der Friedberger Au zu erkennen. Aktuell ist nicht klar, ob die Störchin wieder besser laufen kann. Die Vögel seien derzeit meistens stehend auf dem Horst zu sehen, oder wenn sie zum Fressen wegfliegen, sagt Lipp. Beim Fliegen ist das Weibchen durch die Verletzung nicht eingeschränkt.

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