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Augsburg
24.10.2023

Fehlende Betreuungsplätze: Wenn Eltern selbst eine Kita gründen

Katrin Stuber-Koeppe, Kerstin Heinrich, Stefanie Brummer (Kita-Leitung) und Marcus Gebert (v.li.) unterstützen die Kita Orange-Care.
Foto: Silvio Wyszengrad

2013 hat die Kita Orange-Care auf dem Augsburger Kuka-Areal eröffnet. Die Betreuungseinrichtung, die Eltern initiiert haben, ist ein Erfolg – und nicht nur sie.

Rund 1200 Kinder haben in diesem Herbst keinen Platz in einem Augsburger Kindergarten oder einer Kita bekommen. Es fehlt an ausreichenden Betreuungsplätzen. Karin Stuber-Koeppe und Marcus Gebert haben bereits vor zehn Jahren miterlebt, wie schwierig es ist, wenn man keinen Betreuungsplatz für die Kinder findet, während man selbst oder die Partnerin wieder in den Beruf zurückkehren möchte. Die ehemalige Kuka-Pressesprecherin und der Kuka-Jurist hatten ein gemeinsames Problem, das sie am Ende nur mit Mühe und Not gelöst bekamen. Das fehlende Betreuungsangebot ließ sie und andere betroffene Eltern näher zusammenrücken und eine Idee reifen, die damals umgesetzt wurde und noch heute ein Erfolg ist. Sie gründeten selbst eine Kita auf dem Gelände von Kuka in Augsburg.

Obwohl die Idee für ihre eigenen Kinder zu spät kam, trieben Karin Stuber-Koeppe und Marcus Gebert diese mit anderen Eltern voller Eifer voran. Denn: "Die Rückkehr in den Job war seinerzeit weniger das Problem als die Betreuung der Kinder. Das geht sicher auch anderen Eltern so", so Stuber-Koeppe. Für sie und die Kolleginnen und Kollegen sei daher klar gewesen, dass sich daran etwas ändern müsse – auch mit Blick in die Zukunft. Sie schlossen sich zusammen, gründeten den Verein Orange-Care und mit ihm als Träger die gleichnamige Kita. Das Projekt hatte Erfolg.

In Augsburg gibt es mehr als 20 von Eltern initiierte Kitas

Heute, zehn Jahre nach dem Start, werden 30 Kinder in zwei Gruppen betreut, allerdings nicht nur der Nachwuchs von Kuka-Beschäftigten. "Wir sind ein Verein, gemeinnützig, öffentlich gefördert und damit für alle Kinder offen", so Gebert. "Das ist gut so, denn auch andere Familien haben Bedarf." Rund 60 Prozent der Plätze sind an Mitarbeitende vergeben, 40 Prozent stehen allen Familien offen. Der Träger ist nach wie vor Orange-Care, alle im Verein tätigen Personen sind ehrenamtlich engagiert, nur die Fachkräfte für die Kinderbetreuung erhalten ein Gehalt. 

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Elterninitiativen dieser Art hätten in Augsburg eine gewisse Tradition, weiß Kathrin Bauer, Fachberaterin beim Dachverband Elterninitiativen Augsburg. Der Verein Kindernest e. V. wurde bereits 1983 gegründet und bietet heute an fünf Standorten Betreuungsplätze für Klein- und Schulkinder. "Insgesamt sind es etwa 20 bis 25 solcher Initiativen in Augsburg, die rund 1000 Plätze für Kinder zwischen null und zwölf Jahren stellen." Viele langjährige Einrichtungen seien Krippen – damals aus der Not heraus geboren, weil es an Betreuungsmöglichkeiten für die ganz Kleinen mangelte. Mittlerweile entstünden Kitas auch, um andere pädagogische Ansätze umzusetzen. So wie beim Verein Eigenaktiv, der zwei Waldkindergärten in Augsburg gegründet hat.

Obwohl der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter hoch sei, lasse die Gründungsbereitschaft wieder etwas nach, so Bauer weiter. Vor allem, weil es nicht selten an nötigen Räumen und Freiflächen scheitere. Auch der Verwaltungsaufwand dürfe nicht unterschätzt werden. Dass der Weg zur eigenen Kita kein leichter ist, weiß man auch bei Orange-Care. "Das war schon ein Kraftakt, wir waren ja keine Experten und mussten uns das Wissen erst ins Haus holen", so Marcus Gebert. Egal, ob es um den Bau des Hauses ging oder um das pädagogische Konzept. Man sei aber immer weiter in die Thematik hineingewachsen und von den Fortschritten beflügelt worden. Immerhin habe man in Sachen Grundstück keine Schwierigkeiten gehabt. Kuka stellte damals ein freies Areal auf dem Gelände zur Verfügung.

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Orange-Care auf Augsburger Kuka-Areal setzt sich für soziale Projekte ein

Ihr Einsatz habe sich letztlich gelohnt, finden Stuber-Koeppe und Gebert, die heute noch im Vereinsvorstand sind und deren Einsatz mittlerweile über das reine Betreuungsangebot hinausgeht und verschiedene soziale Projekte umfasst. Sich auf diesem Weg einzusetzen, könne für einen selbst "sehr sinnstiftend und wertschätzend" sein, begründet Marcus Gebert seine Motivation. Er könne daher ein solches Engagement nur weiterempfehlen.

Auch Kathrin Bauer sieht in von Eltern initiierten Kitas Vorteile. Hier gehe es familiärer zu, das habe einen gewissen Charme. "Dazu überbrücken Eltern, die ja als Vereinsvorstand eine Art Arbeitgeberrolle übernehmen, auch mal den Ausfall einer kranken Erzieherin und schließen diese Lücke", erzählt sie. Dass die enorme Nachfrage nach Betreuungsplätzen aber trotz privat initiierter Kitas nicht ausreichend gedeckt werden kann, sieht man bei Orange-Care. "Für das zuletzt gestartete Kitajahr hatten wir 160 Anmeldungen und konnten nur 16 Plätze vergeben. Es kamen auch nicht alle Kuka-Mitarbeitende zum Zug", so Kitaleitung Stefanie Brummer. Personalmangel sei auch in ihrem Haus immer wieder Thema. Allerdings, so Orange-Care-Vorstand Marcus Gebert, seien elterninitiierte Trägervereine nicht gewinnorientiert. "Man hat so eventuell etwas mehr Möglichkeiten, Anreize für das Personal zu schaffen."

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