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Augsburg: Spielbox eröffnet: Augsburger Innenstadt soll kinderfreundlicher werden

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Spielbox eröffnet: Augsburger Innenstadt soll kinderfreundlicher werden

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    Am Martin-Luther-Platz wurde am Dienstag eine Sport- und Spielbox für Kinder eröffnet.
    Am Martin-Luther-Platz wurde am Dienstag eine Sport- und Spielbox für Kinder eröffnet. Foto: Peter Fastl

    Recht unscheinbar steht die neue Spielbox im Schatten des Martin-Luther-Platzes. „Ich konnte mir darunter erstmal gar nichts vorstellen“, sagt Anja Neueder, Gruppenleiterin am St. Moritz Kindergarten. Gemeinsam mit ein paar Kindern ihrer Gruppe steht sie in der Innenstadt und wartet auf die Öffnung der Box. Man wolle einen Blick in das Innere werfen. Was von außen betrachtet eher unspektakulär wirkt, verspricht einen Inhalt voller Spielgeräte. Die Spielbox ist ein Ansatz der Stadt, um mehr Spielmöglichkeiten für Kinder in der Innenstadt zu schaffen.

    „Von Straßenmalkreide bis Gummihuppe ist für alle was dabei“, sagt Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU). Gemeinsam mit Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) enthüllte sie am Dienstagvormittag die Box. Die dort liegenden Spielsachen sind für Kinder im Alter von drei bis neun Jahren ausgelegt.

    Spielbox am Martin-Luther-Platz nur mit Handyapp zu öffnen

    Um Zugriff auf das Angebot zu erhalten, benötigt man ein Smartphone. Ein QR-Code auf der Seite der Box verlinkt zu einer zugehörigen App, wo sich die Box samt Inhalt für den Zeitraum von einer Stunde mieten lässt. Falls danach noch niemand in der Warteschlange steht, kann man über die App um eine weitere Stunde verlängern. Kameras im Inneren der Spielbox gleichen den Inhalt der Spielsachen vor und nach der Nutzung ab, um Diebstahl zu verhindern. „Wir prüfen außerdem regelmäßig die Vollständigkeit und füllen gegebenenfalls Inhalte nach, wenn sie aufgebraucht sind“, sagt Weber.

    Seit Jahren wird in Augsburg über fehlende Spielmöglichkeiten in der Innenstadt diskutiert. „Von Bürgerinnen und Bürgern haben wir die Rückmeldung erhalten, dass es vor Ort, besonders wenn sie einkaufen, zu wenig solcher Angebote für ihre Kinder gibt“, erklärt Erben. Ihm sei bewusst, dass es eine Spielbox allein aber nicht ausreiche. „Es ist erstmal ein Versuch und wir wollen schauen, wie es ankommt.“

    Nach der Rathaussanierung 2026 sollen auf dem Elias-Holl-Platz zwei Tischtennisplatten aufgestellt werden. Wie berichtet liegen die Kosten für die Spielbox und die Tischtennisplatten bei rund 45.000 Euro. Weitere Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Innenstadt sind vonseiten des Grünamts in den kommenden Jahren nicht vorgesehen. Oberbürgermeisterin Weber verweist auf eingeschränkte Handlungsspielräume: „Wir müssen beim Aufstellen neuer Spielmöglichkeiten Rücksicht auf Feuerwehrzufahrten, Anfahrtszonen und Veranstaltungen nehmen“, sagt sie.

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