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Augsburg
03.01.2022

Sternsinger gehen wegen Corona in Augsburg neue Wege

Auch wenn die klassischen Sternsingerbesuche an den Augsburger Haustüren in diesem Jahr wegen Corona eher selten stattfinden, gibt es als Alternative eine Reihe von anderen Begegnungsmöglichkeiten mit den Heiligen Drei Königen.
Foto: Annette Zoepf (Archivbild)

Damit in Augsburg die beliebte Sternsingeraktion nicht ausfallen muss, haben viele Pfarreien kreative Ideen entwickelt. Gläubige können Spenden überweisen oder Geld in Kuverts stecken.

Am vergangenen Mittwoch eröffnete Bischof Bertram Meier die diözesane Sternsingeraktion mit einem Gottesdienst in Schrobenhausen. Das Leitwort lautet „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Damit soll auf die mangelnde Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam gemacht und Geld für eine Verbesserung der prekären Lage gesammelt werden. "Gesund bleiben" heißt es auch bei der Aktion selbst. Viele katholische Pfarreien haben kreative Ideen entwickelt, um den Ablauf pandemiegerecht zu gestalten.

Die Sternsinger kommen an Plätze in den Augsburger Stadtteilen

Die Pfarrgemeinschaft Oberhausen-Bärenkeller beispielsweise verzichtet darauf, ihre Sternsinger an den Türen klingeln zu lassen. Stattdessen können sich die Gläubigen in den vier Kirchen St. Joseph, St. Peter und Paul, St. Martin und St. Konrad Segenspäckchen mit Informationen zur Sternsingeraktion sowie Überweisungsträgern und Segensaufkleber mit nach Hause nehmen. Bargeldspenden können in Kuverts im Pfarrbüro oder nach den Gottesdiensten abgegeben werden, auch auf die Möglichkeit von Spenden direkt an das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" wird hingewiesen.

Ganz verzichten müssen die Gläubigen allerdings nicht auf die Heiligen Drei Könige. Kaspar, Melchior und Balthasar sind am 6. Januar in allen Gottesdiensten und über den Tag verteilt an verschiedenen Plätzen der Pfarreiengemeinschaft anzutreffen, etwa um 15.30 Uhr auf dem Drei-Auen-Platz, vor der Kirche St. Konrad sowie auf dem Friedensplatz bei St. Joseph.

"Wir haben lange gehofft, die Sternsingeraktion diesmal wie gewohnt durchführen zu können", sagt Martin Gall, Pfarrer von Herz Jesu in Pfersee. Doch dann sei klar gewesen, dass die aktuelle Corona-Lage die klassischen Besuche auch in diesem Jahr nicht zulässt. Als Alternative werden sogenannte "Sternboten" in Begleitung von Erwachsenen ausgesandt, die Segenspakete mit Weihrauch, Kohle und Kreide in Briefkästen oder an andere vorher festgelegte Orte hinterlegen und dabei nicht mit den Adressaten in Kontakt kommen. Spendenwillige haben verschiedene Möglichkeiten, Geld fürs Kindermissionswerk zu geben.

Lechhauser Sternsinger besuchen angemeldete Haushalte

Auch in der Pfarreiengemeinschaft Lechhausen, zu der die Kirchen Unsere Liebe Frau und St. Pankratius zählen, wird auf das spontane Klingeln an Haustüren verzichtet. Gemeindemitglieder, die mitgeteilt haben, dass sie einen Besuch wünschen, bekommen ihn aber von einem der Sternsinger-Teams, ist aus dem Pfarrbüro zu erfahren. "Unsere Sternsinger dürfen die Wohnungen nicht betreten, achten auf Abstand und tragen einen Mund-Nasen-Schutz." Auch die Besuchten würden um diese Schutzmaßnahme gebeten. Im Gebiet von Unsere Liebe Frau sind die Sternsinger am 3. und 4. Januar unterwegs, in St. Pankratius dann am 4. und 5. Januar.

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Diözesanweit beteiligten sich Kinder und Jugendliche aus 842 Pfarreien an der letztjährigen Sternsingeraktion und konnten dabei mehr als zwei Millionen Euro für notleidende Kinder auf der ganzen Welt sammeln.

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