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Augsburg: Tempo 30 am Klinkerberg: Attacken schon vor der Sitzung

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Tempo 30 am Klinkerberg: Attacken schon vor der Sitzung

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    Am Klinkerberg soll nach dem Willen von Generation Aux ein Tempolimit geprüft werden.
    Am Klinkerberg soll nach dem Willen von Generation Aux ein Tempolimit geprüft werden. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Stadt Augsburg will für den Moment kein Tempo 30 am Klinkerberg verhängen. Das lässt sich aus einem Bericht herauslesen, der am Donnerstag im Bauausschuss des Stadtrats diskutiert werden soll. Wie berichtet hatte Generation-Aux-Stadtrat Raphael Brandmiller angesichts andauernder Anwohnerbeschwerden im Mai die Debatte darüber angestoßen und auf konkrete Antworten der Stadt für ein versuchsweises Limit gedrängt. Inhaltlich hatte das zur Folge, dass die Koalitionspartner CSU und Grüne in dieser Frage auf Distanz zueinander gingen - die CSU lehnt Tempo 30 dort strikt ab, die Grünen würden es wohl gerne sehen, wenn sich über den Lärmschutz eine Grundlage ergibt. Nun liegt ein dreieinhalbseitiger Bericht der Verwaltung vor - allerdings sorgt dieser schon vor der Sitzung für Ärger.

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    2 Kommentare
    Walter Koenig

    Herrn Brandmiller sollte eigentlich bekannt sein, dass der Klinkerberg seit vielen Jahrzehnten eine Haupteinfallstraße mit entsprechendem Verkehrsaufkommen ist. Wer dort hin zieht, der weiß, dass er mit dem Verkehr leben muss. Mich erinnert das stark an die Leute, die aufs Land ziehen, um sich dann über das krähen der Hahne, das muhen der Kühe, den Geruch aus Ställen und das läuten der Kirchenglocken zu beschweren.

    Sebastian Günther

    Guten Abend, dass der Klinkerberg seit Jahrzehnten eine hochbelastete Verkehrsachse ist, bedeutet ja nicht, dass man das weiterhin hinnehmen muss. Tempo 30 wäre hier nur ein kurzfristiger Minimalkonsens. Langfristig müssen Teile des Verkehrsraums zurückgegeben werden um besser Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen und Stadtgrün anzulegen, um das sommerliche Stadtklima erträglich zu machen. Der heute noch zweispurige Klinkerberg ist dafür prädistiniert. Und ein sozialer Aspekt wird oft vernachlässigt. Diejenige Klientel, die sich auf dem Land über Geräuchkulisse und Landluft beklagt, werden sie in Wohnlagen wie dem Klinkerberg nicht antreffen, denn die leisten sich bewusst etwas besseres. Wohnlagen wie den Klinkerberg treffen eher sozial schwächere, die dann unter Lärm- und Luftbelastung leiden, ohne selbst zu den Verursachern zu gehören.

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