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Augsburg: Trotz gestiegener Kosten: Stadt will Integrationsprojekt weiter bezuschussen

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Trotz gestiegener Kosten: Stadt will Integrationsprojekt weiter bezuschussen

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    „Tür an Tür“ soll auch in den kommenden Jahren von der Stadt Augsburg bezuschusst werden.
    „Tür an Tür“ soll auch in den kommenden Jahren von der Stadt Augsburg bezuschusst werden. Foto: Silvio Wyszengrad (Archivbild)

    Das Integrationsprojekt Tür an Tür, das neu in Augsburg angekommenen Migrantinnen und Migranten im Zentrum für interkulturelle Beratung eine Anlaufstelle bietet, wird auch künftig von der Stadt bezuschusst. Das beschloss der Bildungsausschuss am Mittwoch. Bisher gab es maximal 242.000 Euro jährlich an Fehlbedarfsfinanzierung seitens der Stadt. Wie berichtet fließt ein Großteil der Gelder in die Finanzierung von Personalkosten. Ab dem kommenden Jahr soll der jährliche Zuschuss um eine indexorientierte Anpassung der Personalkosten ergänzt werden. AfD und Bürgerliche Mitte lehnen das ab.

    „Dem Zuschuss für dieses Jahr stimmen wir zu“, sagte Regina Stuber-Schneider (Freie Wähler) von der Fraktion Bürgerliche Mitte. „Man kann nicht die Mittel für das laufende Jahr streichen.“ Die dann wohl umfassendere Förderung für die kommenden Jahre lehne die Fraktion aber ab. „Die Stadt ist aktuell finanziell dazu nicht in der Lage“, so Stuber-Schneider. Friedrich Baur (AfD) lehnte alle Anträge zur Förderung des Integrationsprojekts ab. „Wir können keine Viertelmillion Euro für weniger wichtige Projekte ausgeben, es gibt Dringlicheres wie die Schulsanierungen“, erklärte Baur.

    Augsburger Bildungsbürgermeisterin: „Wir sollten den Weg unbedingt fortsetzen“

    Bildungsbürgermeisterin Martina Wild (Grüne) betonte, dass sie einer ganz anderen Auffassung sei. „Wir brauchen solche Projekte, deshalb sollten wir den Weg unbedingt fortsetzen.“ SPD-Stadtrat Benjamin Adam schloss sich Wilds Statement an. „Es besteht einfach Bedarf, die Menschen brauchen Unterstützung bei Behördengängen, um ihnen den Start in Deutschland zu erleichtern.“ Bis auf AfD und Bürgerliche Mitte stimmten alle Fraktionen den vorliegenden Anträgen zu.

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