Im Gästebuch des Augsburger Hotels Maximilian‘s finden sich viele bekannte Gesichter. Schauspieler Terence Hill, Podcaster Felix Lobrecht oder die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel haben hier bereits genächtigt. Theodor Gandenheimer kennt sie alle: Er leitet das Augsburger Hotel und weiß, worauf es bei prominentem Besuch ankommt. Erst vor wenigen Wochen kamen die Reality-Stars Robert und Carmen Geiss im Maximilian‘s unter. Der Hoteldirektor verrät, welche speziellen Wünsche die Berühmtheiten so haben – und, wo die Grenzen liegen.
So offen wie die Geissens gehen nur wenige Prominente mit ihrem Besuch in Augsburg um, wie Gandenheimer erzählt. „Die Familie Geiss ist natürlich eine Besonderheit für uns. Sie stehen seit Jahren im Rampenlicht und leben von ihrer Publicity“, sagt Gandenheimer. Wenn doch jemand mal seinen Besuch im Maximilian‘s teilt, etwa in den sozialen Medien, so freue das den Hoteldirektor. „Die Resonanz für uns als Hotel ist bei sowas großartig“, sagt er.
So war das zum Beispiel, als Tommi Schmitt in seinem erfolgreichen Podcast „Gemischtes Hack“ begeistert über seinen Aufenthalt im Hotel berichtete. Anfang 2023 verbrachte er in Augsburg seinen Geburtstag. Zu diesem Anlass bekam der Fußballfan vom Hotel eine Karte, auf der alle Spieler des Vereins Borussia Mönchengladbach unterschrieben haben. Der Verein war für ein Spiel ebenfalls im Maximilian‘s einquartiert, wie Schmitt erzählte. „Das war alles einfach total nett“, sagte der Podcaster damals.
Hotel Maximilian‘s in Augsburg: Nicht alle prominenten Gäste kündigen sich an
Oftmals buchen sich die Promis nicht selbst in das Hotel ein, sondern über ein Management. Ein Besuch überraschte Theodor Gandenheimer und sein Personal daher ganz besonders: Schlagersänger Roland Kaiser checkte ins Hotel ein, ganz ohne große Ankündigung. „Ich gehe immer die Namenslisten der Gäste durch. Da dachte ich erst, dass jemand genauso wie der Schlagersänger heißt. Als er dann ankam, war es der Roland Kaiser“, erzählt der Hoteldirektor. Ein anderes Mal sah er überraschend Opernsänger Rolando Villazón beim Frühstück. „Die allermeisten freuen sich, wenn man sie erkennt und ein bisschen ins Gespräch kommt“, so Gandenheimer. Er betont jedoch: „Es sind in erster Linie Gäste. Man darf das nicht automatisch zur Selbstvermarktung des Hotels nutzen.“
Wenn es hohen Besuch gibt, dann wird das mit dem Hotelpersonal explizit besprochen, wie der Hoteldirektor erklärt. „Wir besprechen uns im Morgenmeeting. Manchmal gibt es Besonderheiten zu beachten“, so Gandenheimer. Das kann alles Mögliche sein: Einige Gäste wollen spezielle Wassersorten im Hotel haben, ein Promi wünschte sich eine Siebträgermaschine in seinem Zimmer – die er natürlich bekam. „Manchmal bekommen wir eine ganze Seite an Anforderungen. Wo das Zimmer liegen soll, wie das Bett platziert oder das Bad ausgeleuchtet sein soll“, sagt der Hotelleiter.
Dass man sich bemüht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen, gelte natürlich für alle Besucherinnen und Besucher. Grenzen gibt es trotzdem. „Alles, was illegal wäre, geht nicht“, sagt Gandenheimer. „Aber wenn jemand um drei Uhr nachts Backgammon spielen möchte, können wir helfen. Oder wenn jemand um 10 Uhr abends einen Haarschnitt will. Das haben wir geschafft“, erzählt der Hoteldirektor. Solche Bitten zu erfüllen, sei kein Problem. „Wir haben unsere Quellen“, sagt Gandenheimer schmunzelnd.
Nächtigt jemand Prominentes im Maximilian‘s, so sei das für das ganze Hotelpersonal aufregend. „Für die Mitarbeitenden ist ein Besuch wie von der Familie Geiss natürlich toll. Jeder spricht darüber und sie sind direkt dabei“, sagt Gandenheimer. Der Trubel, der manchmal mit hohem Besuch einhergehe, sei auch für ihn ein Grund, gerne in der Hotellerie zu arbeiten.
Theodor Gandenheimer hofft auf Besuch vom englischen Königshaus in Augsburg
Ein persönliches Highlight für den Hoteldirektor war der Besuch von Schauspieler und Filmproduzent Terence Hill. „Seine Filme mit Bud Spencer habe ich schon als Kind geschaut“, sagt Gandenheimer. Gute Erinnerungen hat er auch an den Sänger Herbert Grönemeyer oder den Besuch von Angela Merkel. Viel Aufsehen erregte der Besuch von Maha Chakri Sirindhorn, der Schwester des thailändischen Königs. Als Hausherr musste Gandenheimer die Prinzessin bei ihrem Eintreffen als Erstes begrüßen, noch vor dem Botschafter – so gab es das Protokoll des thailändischen Königshauses vor.
„Das hat sich rumgesprochen. Als wir reingegangen sind, lagen alle Thailänder am Boden und haben sich vor ihr verbeugt“, erinnert sich Gandenheimer. Auf seiner Gäste-Wunschliste stehen aktuell ganz oben die Mitglieder des britischen Königshauses. „König Charles, Prinz Harry, Prinz William – ich nehme alle“, sagt er lachend.
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