Gut besucht war der Neujahresempfang der Grünen im Westhouse in Augsburg. Fraktionsvorsitzender Peter Rauscher blickte am Sonntag auf die vorherige Kommunalwahl zurück und zog Bilanz. „2020 erreichten wir einen Höchstwert bei der Wahl in Augsburg“, sagte Rauscher. Nach diesem Erfolg bildeten die Grünen gemeinsam mit der CSU die Augsburger Stadtregierung. „Seitdem haben wir viele gute Dinge angestoßen“, so Rauscher. Er erwähnte die Eröffnung des Umweltbildungszentrums am Botanischen Garten, welches 2023 eröffnet wurde, und das Pflanzen von Bäumen. In der Pflanzsaison 2024/25 pflanzte das städtische Grünordnungsamt 715 neue Bäume. Ein Ziel der Grünen sei es, Augsburg zur Schwammstadt zu machen. „Das schützt vor Starkregen und Trockenheit“, so der Fraktionsvorsitzende. Rauscher betonte, dass Klimaschutz und Wirtschaft zusammengehören.
Martina Wild kandidiert bei den Grünen als Oberbürgermeisterin für Augsburg
Nach ihm ergriff OB-Kandidatin Martina Wild das Wort. „In den vergangenen sechs Jahren haben wir skandalfrei und erfolgreich mit der CSU zusammengearbeitet“, so ihre Bilanz. Ihre Idee zur Zukunft: „Im Bundestag sitzen immer mehr Antidemokraten. Umso mehr werde ich alles daran setzen, dass Augsburg für alle, die hier leben, ein sicheres Zuhause ist“, so Wild. Man sehe aktuell in den USA, wie schnell die demokratischen Grundwerte unter Druck geraten können. In diesen Zeiten brauche es vor allem Mut und Haltung. Auch sie stellte den Zuhörerinnen und Zuhörern die Ziele für die kommende Legislaturperiode vor. Wild erwähnte den Wohnungsmangel und richtete einen Appell an die CSU: „Bei den Leerständen müssen wir endlich andere Wege gehen“, betonte sie. Weitere Schwerpunkte seien Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Mobilität. „Wir wollen den ÖPNV-Takt verdichten und das Radnetz erweitern“, sagte Wild. Der Weg zur Fahrradstadt sei in Augsburg aber noch lang, auch wenn man ein Stück geschafft habe.
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