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Mieter brauchen angesichts der Energie-Krise gesetzlichen Schutz

Kommentar Von Jan Kandzora
10.10.2022

Plus In Augsburg ist der Wohnungsmarkt angespannt. Inflation und Gas-Krise drohen die Situation weiter zu verschärfen. Auf die Kulanz der Vermieter zu hoffen, reicht nicht.

Einfach war die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Augsburg in den vergangenen Jahren nie. Steigende Mietpreise auf der einen Seite, geradezu explodierende Kaufpreise auf der anderen: Wer eine neue Wohnung suchte, musste schon Glück haben, um etwas Bezahlbares zu finden. Angesichts der Inflation und der Gas-Krise droht sich die ohnehin angespannte Lage noch einmal zu verschärfen, zu hohen Mietpreisen kommen nun drastische Steigerungen der Heizkosten hinzu. Um die Folgen abzumildern, bedarf es politischer Entscheidungen.

In Augsburg müssen sich Mieter und Vermieter in der Energie-Krise arrangieren.
Foto: Bernd Weißbrod, dpa (Symbolbild)

Zwar ist es ja richtig, was Vermieter und Mietervertreter in der Stadt einhellig fordern: Sobald Probleme drohen, etwa weil ein Bewohner aufgrund erhöhter Nebenkosten seine finanziellen Verpflichtungen absehbar nicht mehr erfüllen kann, sollte man das Gespräch miteinander suchen. Möglich auch, dass viele Vermieter in derartigen Fällen vom letzten Schritt einer Kündigung zurückschrecken, obwohl sie rechtlich dazu legitimiert wären, sei es aus sozialem Gewissen oder der Ahnung heraus, dass eine leer stehende Wohnung auch niemandem etwas bringt. Aber darauf vertrauen, dass es in solchen Situationen stets eine einvernehmliche Lösung gibt, sollte man nicht.

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