Kommunalwahl in Augsburg: Hoffentlich bleibt es bei zerstörten Plakaten
Augsburg
Kommunalwahl in Augsburg: Hoffentlich bleibt es „nur“ bei zerstörten Plakaten
Die Kommunalwahl ist nicht derart ideologisch aufgeladen wie die Bundestagswahl. Dennoch gibt es etliche beschädigte Plakate. Daran darf man sich nicht gewöhnen.
Die Beschädigung von Wahlplakaten sollte man nicht bagatellisieren.Foto: Anna Kondratenko, Marcus Merk
Die Plakate zur Kommunalwahl hängen seit drei Wochen, und hunderte sind bereits beschädigt oder zerstört. Die Botschaft, die bei den meisten Parteienvertretern durchklingt, lautet: Eine Zerstörung im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich ist das Mindestmaß in jedem Wahlkampf. Und: Das muss man wohl in Kauf nehmen, wenn man sich demokratisch engagieren möchte. Natürlich sind Plakate „leichte Opfer“. Aber an die politisch motivierte Zerstörungswut, die von einigen wenigen im öffentlichen Raum ausgeht, darf man sich nicht gewöhnen. Sonst kann es bald darüber hinaus gehen.
Kommunalwahl 2026 in Augsburg: Bisher ging es trotz Plakatbeschädigungen glimpflich ab
Viele Bürger nervt die Plakatflut. Die Stadt hat diese vor wenigen Jahren mit der veränderten Plakatierungsverordnung einzudämmen versucht. Dies ist mit einer Begrenzung des zeitlichen Rahmens etwas gelungen. Einzelne Beschädigungen – beispielsweise, weil jemand alkoholisiert oder schlicht übermütig ist – werden sich nie vollständig verhindern lassen. Problematisch sind vielmehr systematische und politisch motivierte Angriffe auf Plakate. Davon ist bei dieser Wahl offenbar besonders die AfD betroffen. Unabhängig vom politischen Standpunkt ist dieses Verhalten vollkommen inakzeptabel. Sonst kann es im nächsten Schritt die körperliche Attacke werden.
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