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Kommunalwahl in Augsburg: Hoffentlich bleibt es bei zerstörten Plakaten

Augsburg

Kommunalwahl in Augsburg: Hoffentlich bleibt es „nur“ bei zerstörten Plakaten

Jonas Klimm
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    Die Beschädigung von Wahlplakaten sollte man nicht bagatellisieren.
    Die Beschädigung von Wahlplakaten sollte man nicht bagatellisieren. Foto: Anna Kondratenko, Marcus Merk

    Die Plakate zur Kommunalwahl hängen seit drei Wochen, und hunderte sind bereits beschädigt oder zerstört. Die Botschaft, die bei den meisten Parteienvertretern durchklingt, lautet: Eine Zerstörung im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich ist das Mindestmaß in jedem Wahlkampf. Und: Das muss man wohl in Kauf nehmen, wenn man sich demokratisch engagieren möchte. Natürlich sind Plakate „leichte Opfer“. Aber an die politisch motivierte Zerstörungswut, die von einigen wenigen im öffentlichen Raum ausgeht, darf man sich nicht gewöhnen. Sonst kann es bald darüber hinaus gehen.

    Kommunalwahl 2026 in Augsburg: Bisher ging es trotz Plakatbeschädigungen glimpflich ab

    Der Wahlkampf zur Bundestagswahl war zweifellos polarisierter als der aktuell laufende. Besonders in Erinnerung geblieben sind die verbalen und körperlichen Übergriffe auf die SPD-Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn, die nicht aufgeklärt werden konnten. Vergleichbare Vorfälle gab es trotz Pöbeleien und Schubsereien in der ersten Nacht der Plakataufhängungen bisher nicht. Der Kommunalwahlkampf ist stärker von der sachpolitischen Auseinandersetzung geprägt, das Verhetzungspotenzial im lokalen Umfeld geringer. Auch deshalb dürfte es bisher einigermaßen glimpflich abgegangen sein.

    Viele Bürger nervt die Plakatflut. Die Stadt hat diese vor wenigen Jahren mit der veränderten Plakatierungsverordnung einzudämmen versucht. Dies ist mit einer Begrenzung des zeitlichen Rahmens etwas gelungen. Einzelne Beschädigungen – beispielsweise, weil jemand alkoholisiert oder schlicht übermütig ist – werden sich nie vollständig verhindern lassen. Problematisch sind vielmehr systematische und politisch motivierte Angriffe auf Plakate. Davon ist bei dieser Wahl offenbar besonders die AfD betroffen. Unabhängig vom politischen Standpunkt ist dieses Verhalten vollkommen inakzeptabel. Sonst kann es im nächsten Schritt die körperliche Attacke werden.

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