Augsburger Philharmoniker

17.05.2019

Die Solisten lassen aufhorchen

Generalmusikdirektor Domonkos Héja legte das neue Konzertprogramm der Philharmoniker vor.
Bild: Ulrich Wagner

Das Augsburger Orchester hat in der Spielzeit 2019/20 einen umfangreichen Spielplan und begrüßt auch wieder einen Artist in Residence.

Natürlich freut sich Augsburgs Generalmusikdirektor Domonkos Héja auf sämtliche acht Sinfoniekonzerte der kommenden Spielzeit, schließlich ist er es, der das Programm der Philharmoniker zu verantworten hat. Zwei Werke, die 2019/20 im Kongress am Park zu hören sein werden, liegen ihm jedoch besonders am Herzen. Das ist zum einen Richard Strauss’ „Ein Heldenleben“, eine der großen sinfonischen Dichtungen des Komponisten. Sie steht gleich im 1. Sinfoniekonzert (7./8. Oktober) auf dem Programm und erklingt zusammen mit einem Schlagzeug-Konzert von Fazil Say, dessen Solist der Star-Perkussionist Martin Grubinger ist.

Die zweite Herzensangelegenheit des Generalmusikdirektors ist Béla Bartóks konzertant aufgeführte Oper „Herzog Blaubarts Burg“, mit der Héjas kleiner Zyklus mit Bartóks musikdramatischen Werken zum Abschluss gelangt. Solisten sind die ungarischen Sänger Levente Molnár und Viktória Mester (30./31. März 2020). Noch ein weiteres Mal wird ein Bartók-Werk erklingen, nämlich das Violakonzert im Saison-Schlusskonzert am 15. und 16. Juni 2020 – mit niemand Geringerem als der Ausnahme-Bratschistin Tabea Zimmermann als Solistin.

Linus Roth ist wie prädestiniert

Fünf der insgesamt acht Sinfoniekonzerte dirigiert Héja selbst, wozu auch das chronologisch zweite mit Mahlers 1. Sinfonie und dem Violinkonzert von Mieczyslaw Weinberg gehört (18./19. November). Und wer wäre bei dem Letztgenannten prädestinierter als Linus Roth, Violinprofessor am Augsburger Leopold-Mozart-Zentrum und Mitbegründer der Internationalen Weinberg-Gesellschaft. Roth ist in der kommenden Spielzeit der „artist in residence“ der Philharmoniker, und so wird er, neben einer Matinee und einem Soloabend, noch in einem weiteren Sinfoniekonzert zu hören sein, nämlich am 13. und 14. Januar mit dem Brahms-Violinkonzert. Am Pult steht dabei Marco Comin, der auch Schumanns 2. Sinfonie dirigieren wird.

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Natürlich darf 2020, im Jahr des 250. Geburtstags, Beethoven nicht fehlen. Am 27. und 28. April dirigiert Héja die 6. Sinfonie, dazu gibt es die Fantasie für Klavier, Chor und Orchester zusammen mit dem in Augsburg ausgebildeten Evgeny Konnov und dem Philharmonischen Chor/Opernchor. An die Musiktheater-Eröffnungsproduktion des Staatstheaters Augsburg – Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ – knüpft ein Konzert an, das Georg Anton Bendas „Ariadne“-Melodram auf die Bühne bringt sowie Werke der Bach-Söhne. Als Gast dirigiert Attilio Cremonesi (16./17. Dezember).

Noch steht nicht fest, wer das Konzert mit ausschließlich russischer Musik – darunter Tschaikowskys 1. Sinfonie und das Violinkonzert von Kabalewski – leiten wird (17./18 Februar). Beabsichtigt ist jedoch, dass es der Nachfolger – oder die Nachfolgerin – des bisherigen und mit dieser Saison Augsburg verlassenden 1. Kapellmeisters Lancelot Fuhry werden soll.

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