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Leopold-Mozart-Violin-Wettbewerb

15.01.2019

Die meisten Teilnehmer des Violin-Wettbewerbs kommen aus Japan 

Benjamin Schmid, Mozart-Preisträger des Jahres 1991, spielt beim Jubiläumswettbewerb im Eröffnungskonzert.
Bild: Hermann Ernst

Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb findet vom 31. Mai bis 8. Juni statt. Die Teilnehmer wurden jetzt ermittelt

Viereinhalb Monate sind es noch hin bis zur Eröffnung des Leopold-Mozart-Violin-Wettbewerbs, und die Konturen des Augsburger Jubiläumswettbewerbs – er findet vom 31. Mai bis 8. Juni zum zehnten Mal statt – treten immer deutlicher zutage. Nun hat das Leopold-Mozart- Kuratorium mitgeteilt, dass die Teilnehmer des Wettbewerbs feststehen. Es sind 31 junge Geigerinnen und Geiger, die aus knapp 100 Bewerbungen ausgewählt wurden und nun nach Augsburg zum gegenseitigen Kräftemessen eingeladen werden.

Nur der klangliche Eindruck zählte

Die Auswahl wurde von einer dreiköpfigen Vorjury vorgenommen, die mit den international renommierten Violinisten David Frühwirth, Ulf Hoelscher und Marco Rizzi besetzt war. Die drei nahmen sich an zwei Tagen im Medienlabor der Universität Augsburg das von den Bewerbern eingereichte Material zur Prüfung vor. Sämtliche der von den Wettbewerbs-Regularien geforderten Stücke wurden dabei angehört, eine eventuelle Bildwiedergabe blieb dabei unterdrückt, die Juroren wollten ihre Auswahl ausschließlich aufgrund des rein klanglichen Eindrucks treffen. Einzureichen waren eine Bach’sche Fuge bzw. dessen berühmte Chaconne, das Capricco Nr. 24 von Paganini sowie ein Rondo vom Wolfgang Amadeus Mozart.

Gemäß den neuen, vom diesmaligen künstlerischen Leiter Linus Roth eingeführten Richtlinien wurde eine strenge Auswahl getroffen, sodass am Ende nicht wie bisher rund 50 Kandidaten, sondern nur noch 31 verblieben. Nach Angaben des Leopold-Mozart-Kuratoriums sind es diesmal nicht die Südkoreaner, die die stärkste Teilnehmer-Fraktion bilden. Wohl aber bleibt der Bewerber-Schwerpunkt in Asien: Japan führt nun mit zehn Teilnehmern, Südkorea folgt mit sechs Talenten. Die weiteren Geiger kommen aus den USA, China, Taiwan, aus Deutschland sowie aus verschiedenen weiteren Ländern Europas.

Am 1. und 2. Juni werden die Kandidaten ihr Können öffentlich in der ersten Wettbewerbsrunde vorstellen. Möglich, dass sich die Zahl der Teilnehmer dann durch Absagen noch ein wenig reduziert hat. Wettbewerbsleiter Linus Roth hatte in seiner Neuausrichtung des Wettbewerbs ursprünglich die Zahl von 24 Geigern zu Beginn des Wettbewerbs angepeilt.

Bereits am 31. Mai wird der Jubiläumswettbewerb mit einem Konzert eröffnet, bei dem Benjamin Schmid, Leopold-Mozart-Preisträger des Jahres 1991, zusammen mit den Augsburger Philharmonikern auftreten wird. Die besten Geiger des Jahres 2019 werden in insgesamt drei (statt bisher vier) Runden ermittelt, die Preisgelder wurden auf insgesamt über 41000 Euro fast verdoppelt. Höhere Dotierung, weniger Teilnehmer, gestraffter Ablauf – Maßnahmen, die das bisher schon hohe Niveau des Wettbewerbs noch einmal nach oben treiben sollen. Auf den Ausgang darf man schon jetzt gespannt sein.

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