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Kultur

14.06.2019

Ein Festival der lateinamerikanischen Rhythmen

Flamenco-Darbietungen in typischen Kostümen waren Teil des Festivals „Cultura Latina“ im Hochfeld.
Bild: Annette Zoepf

Fangemeinde versammelt sich im Hochfeld zum Tanzen und Feiern. Wer hinter der Initiative steckt

Diese Musik geht in die Beine: Die Klänge von Salsa, Cha Cha Cha oder Bachata Rumba begeistern auch hierzulande eine kleine, meist über Tanzschulen und private Gruppen verstreute Fangemeinde. Mit dem Festival „Cultura Latina“ versuchten einige Initiatoren, die Szene zum gemeinsamen Tanzen und Feiern zu vereinen. Das gelang. Tische und Stühle wurden an den Rand der Terrasse der Panorama Lounge gerückt, zentraler Ort war eine wohnzimmergroße Freifläche, auf der sich die meisten Besucher immer wieder zum Tanzen versammelten. Lateinamerikanische Kultur, vor allem ihr Tanz, hat in Augsburg eine lange Tradition. Einer, der seit rund 20 Jahren dafür steht, ist der aus Kuba stammende Vladimir Sanchez. Als Lehrer für Salsa, Cha Cha Cha, Merengue und anderen lateinamerikanischen Tänzen, als DJ und Moderator ist er in der Szene bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund.

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Die Idee zu dem Fest entstand spontan, mit sechs Wochen war die Vorbereitungszeit sehr kurz und trotzdem gelang es. „Sanchez hatte die Idee und fand viele Unterstützer. Wir alle begeistern uns für lateinamerikanische Kultur. Die wollen wir bekannter machen und die zerstreuten Gruppen zusammenbringen“, sagte Tanja Rüb, eine der Initiatorinnen.

Sanchez, der unter anderem auch im Ausländerbeirat aktiv ist, meinte: „Wir wollten etwas Neues machen und verstehen uns als Türöffner, um möglichst viele Menschen für lateinamerikanische Tänze und Kultur zu begeistern.“

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Schließlich habe Augsburg jahrhundertealte Beziehungen zu dem Kontinent. Die Peutinger, Fugger und andere Patrizierfamilien hätten in Südamerika Bodenschätze gefördert und Handel getrieben. „Der karibische Vogel fliegt im Winter zurück in seine europäische Heimat“, laute ein Sprichwort seiner kubanischen Heimat, sagte Vladimir Sanchez. Genau so verhalte es sich auch mit dem lateinamerikanischen Tanz. Den Besuchern des Festivals blieben diese Hintergründe egal. Sie folgten lieber den Rhythmen und den Schritten des Vortänzers Sanchez.

Entsprechend einmütig antworteten sie auch auf die Frage, was sie am Salsa fasziniert: „Das Tanzen ist einfach ein Stück Lebensfreude, mit der Musik eins zu werden und sich mit dem Tanzpartner ohne Worte zu verständigen“, meinte etwa Carina Brackenhofer.

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