03.07.2019

Jazzclub auf solidem Fundament

Der Jazzclub Augsburg steht jetzt auf solidem Fundament.
Bild: E. Zwang-Ericsson

Jetzt mit mehr Geld und neuem Programm

Vor gut einem Jahr verbreitete ein Spendenaufruf ein wenig Panik unter den Jazz-Fans der Stadt – der Jazzclub benötigte außerplanmäßig Geld, um über die Sommerpause hinwegzukommen. Dann hat der Club seine spielfreie Zeit, muss allerdings weiter die Miete für den Club erbringen. Und wie schaut das jetzt ein Jahr später aus?

Mit großer Gelassenheit beantwortet Sascha Felber, erster Vorsitzender des Vereins, die Fragen. „Jetzt kommt unsere erste entspannte Sommerpause“, erzählt Felber. Die vielen kleinen Hebel, die der Verein damals betätigt hat, um diese Situation in Zukunft zu vermeiden, greifen also. „Wir haben in der zurückliegenden Spielzeit mehr Vermietungen gehabt“, sagt Felber. Neben den Konzerten, die der Jazzclub organisiert, hat das Konzertbüro Augsburg den Jazzclub als Ausweichspielstätte für Kabarettauftritte genutzt, während die Kresslesmühle saniert wurde. Außerdem ist das Staatstheater Augsburg mit zwei Formaten im Club präsent: mit dem Wunschkonzert und der Reihe „Schuld und Bühne“.

Ein gewichtiger Punkt für den Verein ist ebenfalls, dass die Stadt Augsburg dem Jazzclub in diesem Jahr 10000 Euro Förderung zugesagt hat – im Rahmen der allgemeinen Förderung für Spielstätten in Augsburg. Außerplanmäßig kam dann auch noch der Spielstätten-Programmpreis des Bundes im Herbst vergangenen Jahres hinzu, der mit 20000 Euro dotiert war. Allerdings investierte der Jazzclub dieses Geld komplett in seine Ausstattung, bezahlte den clubeigenen Flügel ab und investierte in weitere Ausstattung, etwa den Internetauftritt. Jetzt sei es auch möglich, online Karten für Konzerte zu kaufen, wie Felber sagt. Außerdem habe sich über das laufende Jahr bemerkbar gemacht, dass der neue Booker Bernhard Hörwick ein glückliches Händchen beim Wechsel der Formate gehabt habe, findet Felber.

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Insgesamt sind es 80 bis 90 Veranstaltungen, die jährlich im Jazzclub stattfinden, rund sechs bis sieben Konzerte pro Monat veranstaltet der Jazzclub davon selbst. In der neuen Saison wird es eine neue Konzertreihe am Mittwoch geben – für das jüngere Publikum, das sehr sensibel auf den Eintrittspreis reagiert. Diese Konzerte sollen günstiger sein. „Wir sehen, dass das junge Publikum stärker bei den Sessions vertreten ist“, sagt Felber. Vermutlich liegt’s an den günstigeren Tickets.

Das Programm für den kommenden Herbst und Winter steht bereits. Vorab möchte der Booker Hörwick auf zwei Termine hinweisen: Zum einen freut er sich, Augsburgs Jazzgröße Wolfgang Lackerschmid am 14. Dezember erstmals gemeinsam mit seinem Sohn Silvan Lackerschmid präsentieren zu dürfen, der Gitarrist ist. Zum anderen ist Hörwick schon auf den israelischen Saxofonisten Oded Tzur gespannt, der am 16. November nach Augsburg kommen wird. Die nächste Saison des Jazzclubs beginnt am 13. September um 20.30 Uhr mit dem Auftritt des Auwald Trios.

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