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30.07.2019

Klage übers aufmüpfige Evle

Die „Schöpfung“ auf Schwäbisch

Es scheint kaum vorstellbar, dass eine in allen Details so gewitzte Kammeroper wie „Die Schwäbische Schöpfung“ aus den Federn zweier Kleriker des 18. Jahrhunderts stammt! Der Weißenhorner Dichter Sebastian Seiler (1714–1777) war Ordensbruder und geschätzter Prediger, der Tettnanger Komponist Maingosus Gaelle trat 1752 in die Benediktinerabtei Weingarten ein und starb als Professor für Kirchengeschichte 1816 in Salzburg. Im herrlichsten schwäbischen Dialekt gereimt, in vorklassisch-beschwingter Manier und im Wechselspiel von Rezitativ und lautmalerisch akzentuierter Arie vertont, transponierten Sailer und Gaelle die biblische Schöpfungsgeschichte in die Welt schwäbischer Bauern. Zu erleben war dies, aufgeführt von der Alten Musik am Bodensee e.V., auf der Brechtbühne im Gaswerk.

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