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Konzert
21.10.2018

Als das Hammerklavier neu war

Barocco Florentino heißt es im Schaezlerpalais. Musikalisch geht es zurück in eine Zeit, als das Cembalo gerade Konkurrenz bekam.

Beim Konzert „Barocco Florentino“ am Samstagabend im Spiegelsaal des Schaezlerpalais wurde hörbar, warum das Hammerklavier erfunden wurde. Die differenzierten, im besten Sinne barocken Abstufungen in der Lautstärke, die kunstvoll zelebriert wurden, verlangten ein ebenbürtiges Tasteninstrument. Die Stufendynamik des Cembalo wäre zu starr. Gefordert ist eine flexible Gestaltung des Piano und Forte: Dass die dementsprechende Neuentwicklung, genannt Pianoforte oder „arpicembalo che fà il piano e il forte“, des Musikinstrumentenbauers Bartolomeo Cristofori Ende des 17. Jahrhunderts eine bahnbrechende Erfindung werden würde, ahnten weder er selbst noch sein Dienstherr Cosimo III. de Medici. Das später als „proletarisch“ geltende Pianoforte setzte sich am Ende des 18. Jahrhunderts gegen das „aristokratische“ Cembalo schließlich durch – politische Parallelen nicht ausgeschlossen.

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