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Leopold-Mozart-Haus

10.03.2020

Kulturreferent Weitzel: „Das Leopold-Mozart-Haus hat den Stresstest bestanden“

Im Sinnesraum des Leopold-Mozart-Hauses kann man Musik des 18. Jahrhunderts auf sich wirken lassen.
Bild: Ulrich Wagner

Zur Eröffnung besuchten rund 1000 Menschen das neue Museum im Leopold-Mozarthaus. Ein Objekt wurde zum Lieblings-Fotomotiv.

Herr Weitzel, Sie waren zur Eröffnung des Leopold-Mozart-Hauses am Wochenede im Museum. Sind Sie zufrieden mit dem Zuspruch?

Wir hatten knapp 1000 Besucher an den beiden ersten Tagen. Es war ständig voll, sogar bis abends um acht Uhr am Samstag. Unter den Besuchern waren wahnsinnig viele Familien, denen es offenbar großen Spaß gemacht hat. Es gab sogar Wiederholungstäter, die ich am Sonntag wieder gesehen habe, weil sie von ihren Kindern genötigt wurden, noch einmal hin zu gehen. Besser kann es gar nicht laufen.

Kamen also vorwiegend Augsburger zu den Eröffnungstagen?

Kulturreferent Weitzel: „Das Leopold-Mozart-Haus hat den Stresstest bestanden“

Es waren sicherlich auch einige Touristen darunter, aber in der Hauptsache Besucher aus Augsburg und dem Umland, die gelesen hatten, dass man das Mozarthaus am Eröffnungswochenende ohne Eintritt besuchen kann. Aber es gab wohl auch Menschen von weiter her, so wurde mir von den Damen am Einlass berichtet, die davon im Radio gehört hatten. Besucher aus Ravensburg zum Beispiel, die das Leopold-Mozarthaus zum Anlass genommen haben, einen Tag in Augsburg zu verbringen.

Die Räumlichkeiten im Leopold-Mozart-Mozarthaus sind ja sehr eng. Hat das Museum diesen Ansturm bewältigen können?

Den Stresstest hat das Haus gut bestanden, denn die Besucher haben sich dann sehr schnell auf die verschiedenen Etagen verteilt. Da hat sich keiner auf den Füßen gestanden. Es wurde nicht als zu eng empfunden.

In der neuen Ausstellung gibt es einige interaktive Stationen und technische Einrichtungen. Hat alles so funktioniert wie es sollte oder muss man noch nachrüsten?

Das war auch meine große Sorge, dass nicht alles funktioniert, weil es zum ersten mal mehrere Stunden am Stück läuft. Wir hatten aus dieser Befürchtung heraus extra die Techniker vor Ort, um schnell eingreifen zu können. Das war aber nicht nötig.

Haben Sie Rückmeldungen von den Besuchern bekommen, wie ihnen die Ausstellung gefällt?

Es hat den Leuten sichtlich Spaß gemacht, sich an den Hörstationen durchzuklicken. Ich bin mehrfach angesprochen worden. Viele haben gedacht, man benötigt weniger Zeit, weil es ja gar nicht so viel zu sehen gibt. Aber dann brauchte man doch gut eineinhalb Stunden, wenn man sich alles anhörte und auf sich wirken ließ. Viele waren überrascht, wie viel Inhalt das Haus bietet, ohne dass es überfordert, und wie es kurzweilig ist.

Wer am Wochenende da war, konnte feststellen, dass viele Besucher ihre Handys zum Fotografieren zückten. Was war denn das liebste Fotomotiv?

Das war sicherlich die nachgebaute Reisekutsche aus dem 18. Jahrhundert. Aber auch der Sinnesraum wird wahnsinnig gut angenommen, hinter dem ja die Idee steckt, dass es ein Gegenentwurf zum Barocktheater sein soll. Da ist man mit der Musik aus dem 18. Jahrhundert in einer abstrakten Situation konfrontiert. Da kann man zur Ruhe kommen und in sich hineinspüren, was diese Musik mit einem macht. Das schätzen die Besucher, habe ich festgestellt. Sie sitzen da und lassen sich relativ Zeit, in Ruhe Musik zu hören. \u0009Interview: Birgit Müller-Bardorff

Lesen Sie hierzu auch über die Eröffnung des Leopold-Mozart-Hauses

Informationen: Leopold-Mozart-Haus, Frauentorstraße 30; geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

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