Newsticker
Bald vier Impfstoffe in Europa? Am 11. März wird über Johnson-Impfstoff entschieden

Mozart Feschtle

27.01.2019

Mozart kommt keiner aus

Eine Straßenbahn in pink und weiß mit einem Leopold Mozart im modernen Gewand (Wolfgang Niederzoll) fährt nun durch die Stadt.
Bild: Michael Hochgemuth

Das Mozart Feschtle erinnert zum Geburtstag an Wolfgang Amadeus beim Klettern, beim Schwimmen und beim Essen. Und es gibt noch mehr zu feiern.

Zur Geräuschkulisse einer Kletterhalle gehören normalerweise das metallische Klicken von Karabinern und die gelegentlichen Zurufe nach mehr Seillänge. Weiche Marimbafonklänge, noch dazu aus der speziell für das Instrument arrangierten 1. Violinsonate von Johann Sebastian Bach, sind dort eher weniger zu hören.

Die Musik kommt zu den Menschen

Aber das ist eben das Besondere an diesem Wochenende in Augsburg, wo man mit einem Mozart- Feschtle den Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar feiert: Live gespielte Musik überfällt einen sozusagen hinterrücks, da, wo man es nicht vermutet – im Alten Stadtbad beim Schwimmen, in der Buchhandlung beim Schmökern in den Kochbüchern und sogar, wenn man am Königsplatz in die Straßenbahnlinie 2 einsteigt. „Wir wollen Musik dahin bringen, wo Menschen sind“, sagt Simon Pickel, Leiter des städtischen Mozartbüros, dazu. Und so wendet an diesem Wochenende mancher Kletterer seinen Blick nicht nur in die Höhe, um die Wand mit ihren bunten Griffen abzuschätzen, sondern auch, um Dennis Egger und Moritz Schilling, beide Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums, bei ihrem in einer Kletterhalle ungewöhnlichen Treiben auf der Empore zu beobachten.

Ganz und gar nicht ungewöhnlich ist dagegen die Kombination Musik und Kulinarik. Auch die kann man beim Mozart-Feschtle genießen – in einigen Cafés in der Stadt zu Kaffee und Kuchen und beim Mozart- Dinner, das am Samstagabend zum ersten Mal im Restaurant „Die Tafeldecker“ stattfand. In Salzburg ist es der Renner bei Touristen, in Augsburg soll es ein wenig exklusiver sein – nur zu besonderen Gelegenheiten und in besonderem Rahmen. Damit die Musik nicht nur beliebiges Hintergrundgeplätscher zu Rehsüppchen und Rinderfilet ist, stimmt das Leopold Mozart Quartett in der kleinen Leonhardskapelle der Fuggerei mit Streichmusik des Jubilars auf das Event ein und beschließt es dort auch wieder ganz passend mit einer überaus flott und frisch gespielten „Kleinen Nachtmusik“.

Dass man dem Namen Mozart in der Stadt aber nun für längere Zeit kaum aus dem Weg gehen kann, dafür ist nicht der Jubilar des Wochenendes – Amadé – verantwortlich, sondern sein Vater Leopold, vor 300 Jahren in Augsburg geboren. Zu diesem Jubiläum wurde am Sonntag eine besonders gestaltete Straßenbahn auf die Schienen geschickt. In schrillem Pink und Weiß ist darauf ein Leopold Mozart im modernen Gewand zu sehen, der die Augsburger nun tagein tagaus an das große Jubiläum erinnern wird.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren