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Brechtfestival 2020

16.01.2020

Programm: Das bietet das Brechtfestival 2020

Seeräuber Jenny von Bertolt Brecht hat es auf das Cover des Programmhefts geschafft.
Bild: KW Neun

Die beiden neuen Festivalmacher geben dem Brechtfestival 2020 in Augsburg einen neuen Anstrich und verändern den Festivalablauf. So sieht das Programm aus.

Zehn Tage lang Bertolt Brecht in allen Facetten heißt es in Augsburg vom 14. bis zum 23. Februar. Dann findet dort das diesjährige Brechtfestival statt, erstmals unter der neuen Leitung des Regie-Duos Tom Kühnel und Jürgen Kuttner. Und die beiden, die schon oft gemeinsam an großen deutschen Theaterhäusern gearbeitet und sich dabei immer wieder mit Bertolt Brecht auseinandergesetzt haben, verpassen dem Brechtfestival einen neuen Anstrich und richten das Festival auch programmatisch anders aus.

Die beiden Festivalmacher bündeln jetzt an zwei Tagen, die sie „Spektakel-Tage“ nennen, das Programm und laden vor allem an diesen beiden Tagen einige namhafte auswärtige Künstler nach Augsburg ein. Nach Augsburg kommen unter anderem die Schauspielerin Corinna Harfouch, ihre männlichen Kollegen Lars Eidinger, Charly Hübner und Martin Wuttke, die sich speziell für das Festival mit einzelnen Werken von Bertolt Brecht auseinandersetzen. Präsentiert werden laut den Festivalmachern an diesen Spektakel-Tagen keine großen und lange geprobten Produktionen, sondern kleine, schnell entstandene Formate.

Ein großes Gastspiel steht am Festivalauftakt dann aber doch auch auf dem Plan. Das Schauspiel Hannover ist am 14. Februar um 20.30 Uhr im Martinipark des Staatstheaters Augsburg mit Heiner Müllers „Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution“ zu sehen, das Kühnel und Kuttner dort gemeinsam inszeniert haben. Im Stück selbst spielt nicht nur Kuttner mit, sondern auch Corinna Harfouch.

Programm: Das bietet das Brechtfestival 2020

Brechtfestival 2020 in Augsburg: Die Lange Brechtnacht bietet eine geballte Ladung Musik

Gleich neben den beiden Spektakel-Tagen ist die Lange Brechtnacht am 15. Februar zu nennen, die wieder eine geballte Ladung Konzerte bietet. In diesem Jahr findet sie erstmals in den Räumen des Kongress am Park statt. Zu den bekanntesten Musikern des Abends gehören The Notwist, Gisbert zu Knyphausen, der im vergangenen Jahr krankheitsbedingt absagen musste, und Voodoo Jürgens. Übrigens gibt es da ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Augsburger Schauspieler. Anton Schneider war von 2013 bis 2015 Teil des Ensembles. Wenn er bei der Langen Brechtnacht auftritt, dann allerdings unter seinem Musikernamen Fatoni.

Neben den vielen kleineren Formaten, die das Staatstheater Augsburg dem Brechtfestival beisteuert, erarbeitet das Haus auch eine Uraufführung. „(S)vejk/Schwejk“ lautet der Titel der Produktion, die der renommierte Regisseur Armin Petras inszeniert. An dem Abend kooperiert das Staatstheater mit den Städtischen Bühnen Prag. Im Mittelpunkt steht Brechts dramatische Beschäftigung mit Jaroslav Ha(s)eks 1923 erschienenen Roman „Die Abenteuer des guten Soldaten (S)vejk im Weltkrieg“. Allgemein gilt Brechts Fassung als gescheitert, die Inszenierung bringt Brechts Ringen um den Stoff, die Parallelen von Ha(s)eks Leben und das seiner berühmten Romanfigur sowie eine Erkundung der tschechischen Autorin Petra Hulová, was Schwejk heute bedeutet, zusammen. Die Uraufführung findet am Freitag, 21. Februar, um 19.30 Uhr im Martinipark in Augsburg statt.

Zu unserem Bericht über die Programmpräsentation kommen Sie hier.

Programm beim Brechtfestival 2020: Höhepunkte

Spektakel I zum Auftakt am 14. Februar auf dem Gelände im Martinipark ab 18.30 Uhr, mit Beiträgen des Staatstheaters Augsburg, Corinna Harfouch (Beginn um 23.30 Uhr). Martin Wuttke (Beginn 20.30 Uhr und 23.15 Uhr). Für das Gastspiel „Der Auftrag“ des Schauspiels Hannover müssen extra Tickets gekauft werden.

Lange Brechtnacht beginnt um 19.30 Uhr im Kongress am Park in Augsburg. Im großen Saal spielt um 19.30 Uhr Gisbert zu Knyphausen, um 21.15 Uhr The Notwist, um 23.30 Uhr Fatoni. Um 23.30 Uhr ist im Saal Baramundi Vodoo Jürgens zu hören.

Uraufführung von „(S)vejk/ Schwejk“ am Freitag, 21. Februar, um 19.30 Uhr im Martinipark. Eine weitere Vorstellung findet am Samstag, 22. Februar, um 18 Uhr statt. Im Anschluss an das Festival wird die Produktion weiterhin im Spielplan des Staatstheaters zu sehen sein.

Spektakel II Das zweite Spektakel findet am Samstag, 22. Februar, von 16.30 Uhr an im Martinipark statt. Dann wird unter anderem Charly Hübner zwei Mal zu erleben sein (18 Uhr und 20.40 Uhr) sowie Lars Eidinger sich mit Brechts Gedichtzyklus „Hauspostille“ auseinandersetzen (22 Uhr).

Film- und Hörspielvorführungen Unter der Woche sind verstärkt Hörspiele und auch Filme angesetzt, die Brecht und die Brechtrezeptionen zum Thema haben. Etwa „Untergang des Egoisten Fatzer“ als Hörspiel von den Einstürzenden Neubauten (Regie: Heiner Müller) als Hörspiel am Dienstag, 18. Februar, um 18 Uhr im S-Planetarium in Augsburg.

Tickets Gibt es im Internet auf der Homepage des Brechtfestivals zu kaufen oder aber in der Bürgerinformation am Rathausplatz in Augsburg.

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