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Staatstheater Augsburg

05.01.2019

Warum die Kinderoper funktioniert

Jihyun Cecilia Lee als Marie und Anatol Käbisch als Paul bei der Probe der Kinderoper „Die große Wörterfabrik“ im Martini-Park.
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Jihyun Cecilia Lee als Marie und Anatol Käbisch als Paul bei der Probe der Kinderoper „Die große Wörterfabrik“ im Martini-Park.
Bild: Denis Dworatschek

Plus Regisseurin Aileen Schneider erklärt, weshalb „Die große Wörterfabrik“ wiederaufgenommen wird.

In einem Land, in dem man kaum miteinander spricht, leben Paul und Marie. Unbedingt will der Junge ihr seine Liebe gestehen, doch es gibt einen Haken. Wörter müssen gekauft werden, und um sie auszusprechen, muss man sie in diesem eigenartigen Land essen. Da Paul wenig besitzt, sucht er sogar im Müll nach Wörtern. Das ist der grobe Inhalt der Kinderoper „Die große Wörterfabrik“ von Martin Zels.

Aileen Schneider hat das Stück für das Staatstheater Augsburg inszeniert. Bereits in der vergangenen Spielzeit wurde es gezeigt. Und nun startet die Oper für Kinder ab acht Jahren am Sonntag, 6. Januar, wieder im Martini-Park. Der Grund für die Wiederaufnahme ist der 25-Jährigen klar: „Das Stück ist sehr erfolgreich gewesen und war fast immer voll.“

Was die Kinderoper auszeichnet, erklärt Schneider so: „Sie ist unheimlich atmosphärisch. Die Musik zieht die Kinder in die Welt der Wörterfabrik.“ Ihr als Regisseurin sei wichtig gewesen, dass die jungen Zuschauer immerzu etwas zu sehen bekommen. Mal ein an die Wand projiziertes Wort, mal Seifenblasen, die durch den Raum schweben. „Es findet eine wabernde Masse an Aktionen statt“, sagt Schneider.

"Die große Wörterfabrik": Eine leicht zugängliche Geschichte

Aufgeführt wird die Kinderoper im Treppenfoyer. Vor allem Zweit- und Drittklässler sitzen auf großen Kissen verteilt im Raum. Die große Treppe wird durch Licht und Projektionen zum Inneren der Wörterfabrik. Immer wieder durchbrechen die Darsteller die „vierte Wand“ und gehen zwischen den Reihen umher, sitzen mal bei den Kindern oder binden sie ins Stück ein. „Theater muss interaktiv sein“, findet die Regisseurin. Die Geschichte sei trotz der im ersten Moment ungewohnten Thematik für die kleinen Zuschauer leicht zugänglich. „Es geht viel um das Ungesagte, wodurch die Liebesgeschichte die Kinder nicht überfordert“, sagt Schneider. Oft habe sie beobachtet, wie die Mädchen und Buben schon wussten, wie das Stück weitergeht. Denn „Die große Wörterfabrik“ beruht auf einem bekannten Bilderbuch von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo. „Die Kinder waren nach der Aufführung immer ganz begeistert“, sagt Schneider. Viele versuchten mit den Darstellern von Paul (Anatol Käbisch) und Marie (Jihyun Cecilia Lee) zu sprechen.

Am gestrigen Freitag und am heutigen Samstag fanden die Proben statt. Statt der Cellistin Jin Shi, wie in der vergangenen Spielzeit, springen zwei Musiker von den Augsburger Philharmonikern ein. Sie werden abwechselnd das Stück mit ihrem Streichinstrument begleiten. Regisseurin Aileen Schneider wird in der kommenden Spielzeit ein weiteres Stück inszenieren.

Im Martinipark am 6. Januar um 11 Uhr. Weitere Vorführungen am 13., 22., 30. und 31. Januar sowie am 2. Februar. Für Kinder ab acht Jahren geeignet.

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