Festival

27.05.2019

Wolferl und die Fußballoper

Der „kleine“ Leo führt durch das Kinder-Mozartfest „Kling Klang Gloria“.
Bild: Fabian Schreyer

Mit Führungen, Workshops und Konzerten bringt das „kleine Mozartfest“ Kling Klang Gloria Kindern Musik nahe.

Das „kleine“ Mozartfest „Kling Klang Gloria“ hat sich etabliert. Zum dritten Mal gibt es von Freitag, 31. Mai, bis Freitag, 7. Juni, Veranstaltungen, die Kinder an Musik heranführen wollen, die sonst nicht aus deren Kopfhörern schallt. Und auch bei „Kling Klang Gloria“ steht wie beim „großen“ Mozartfest Leopold Mozart in seinem Jubiläumsjahr im Mittelpunkt.

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Selbst gebaute Instrumente und digitale Medien machen Musik

Für Ute Legner, Leiterin des Musikvermittlungsprojektes „Mehr Musik“, ist das naheliegend, denn „er ist ja sozusagen der Urvater der Musikpädagogik“. Und das sogar in zweifacher Hinsicht, nämlich als Verfasser jener „Gründlichen Violinschule“, die für den Geigenunterricht zum Standardwerk wurde, aber natürlich auch als Vater von Wolfgang Amadeus und seiner Schwester Nannerl, deren musikalische Laufbahn Leopold förderte und prägte. Wobei die musikalische Vermittlungsarbeit in heutiger Zeit sich vor allem durch einen Aspekt unterscheide von der damaligen Leopolds: „Heute wird Musik nicht nur über ein Instrument oder die Stimme nähergebracht“, sagt Ute Legner. Mit selbst gebauten Instrumenten, geräuscherzeugenden Alltagsgegenständen und digitalen Medien ließen sich heute auch ganz andere Schichten erschließen, stellt Legner dar.

Dies hat auch Eingang gefunden in das „Kling Klang Gloria“-Festival. In einem Workshop entwickeln vier Grundschulklassen seit einem Vierteljahr eigene Kompositionen für verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten, die sich nicht nur an klassischem Instrumentarium orientieren. Grundlage dafür ist die „Musikalische Schlittenfahrt“, eine der bekanntesten Kompositionen Leopold Mozarts.

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Die meisten Veranstaltungen des „kleinen“ Mozartfestes richten sich an Schulklassen. Darunter eine Führung mit viel Musik durch die Ausstellung „Mozarts Modewelten“ im Textilmuseum (tim) und ein Konzert mit dem deutsch-türkischen Weltmusik-Trio Fis-Füz. Drei Konzerte sind öffentlich:

Wolferl hat keine Zeit Das Eröffnungskonzert findet am Sonntag, 2. Juni, um 11 Uhr im Textilmuseum statt. Es bringt eine musikalische Begegnung zwischen Mozart und Fußball, eingebettet in eine Geschichte, in der ein fußballbegeistertes Mädchen auf Wolfgang Amadeus Mozart trifft und dabei einiges übers Komponieren erfährt, während das Wunderkind Gefallen am Fußball findet. Es spielt die Kammeroper München, Erzähler ist Dominik Wilgenbus (Karten im tim und unter Telefon 0821/8100150).

Wunderkindreise Wie es war, als Leopold Mozart mit seinen Kindern quer durch Europa von Auftritt zu Auftritt reiste, davon erzählt dieses Jazzkonzert für Kinder des Faks-theaters. Am Sonntag, 2. Juni, um 15 Uhr ist es im Kulturhaus Abraxas zu erleben (Karten im abraxas und unter Telefon 0821/324-6355).

Von Schlittenfahrten und anderen Fortbewegungsmöglichkeiten In diesem Konzert präsentieren die Schüler die Ergebnisse des Workshops, indem sie eigene Kompositionen zu verschiedenen Fortbewegungsmöglichkeiten schufen. Es findet am Mittwoch, 5. Juni, um 18.30 Uhr im Abraxas statt (Karten im Abraxas oder unter Telefon 0821/ 324-6355).

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