Wenn Sie eine Person kennen, die der Meinung ist, Jazz sei Musik für elitäre Feingeister, die bei teurem Rotwein audiophiles Vinyl auf noch teureren Plattenspielern hören und zu chaotisch klingender Musik entrückt mit den Fingern schnippen, dann probieren Sie es doch einmal mit Cyrille Aimée. Die frankokaribische Sängerin hat zum Beispiel einen Song, in dem sie von der Latrine erzählt, die sie im costaricanischen Dschungel in ihr selbst errichtetes Haus gebaut hat. Auf Spanisch. Mit einer Bariton-Ukulele. Der Song ist eingängig und voller Witz, also ziemlich das Gegenteil von elitär.
Augsburger Jazzsommer