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  4. Interview: Dirigent Domonkos Héja: "Game Music im Orchesterklang ist unschlagbar"

Interview
18.11.2022

Dirigent Domonkos Héja: "Game Music im Orchesterklang ist unschlagbar"

Große Wirkung mit einfachen Mitteln, das schätzt Domonkos Héja an Musik von Filmen und Videospielen.
Foto: Astrid Ackerman

Der Generalmusikdirektor dirigiert höchstselbst ein Konzert der Augsburger Philharmoniker mit Musik von Videospielen. Aber was hält er selbst vom Gaming?

Herr Heja, sind Sie ein Gamer? Was spielen Sie am Computer?

Domonkos Héja: Nein, ich bin kein Spieler, kein Gamer. Als ich noch ein Kind und in Ungarn war, Anfang der 1980er Jahre, gab es zwei Computersysteme auf dem Markt. Den C64 von Commodore, der etwas teurer war, und der ZX Spectrum von Sinclair. Mein Vater hat uns aus dem Westen einen ZX Spectrum mitgebracht. Darauf liefen auch Spiele. Als Kind habe ich „Hungry Horace“ und „Pac-Man“ gespielt. Das waren total primitive Spiele, aber ich habe sie gemocht. Allerdings haben wir dann, als es neue Computer-Modelle gab, keinen mehr gekauft. Meinen nächsten Computer hatte ich erst 20 Jahre später.

Wirklich keine Games seit Ihrer Kindheit mehr?

Héja: Doch, vor zehn Jahren habe ich auf dem Handy „Angry Birds“ entdeckt. Das hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe alle Fortsetzungen heruntergeladen, bin dort sehr weit gekommen. In meiner Freizeit habe ich immer zwischendurch gespielt. Ich mag das Spiel wirklich.

Spielen Sie es immer noch?

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Heja: Jetzt nur noch ab und zu.

Was machen Sie stattdessen?

Heja: Ich lese liebe Bücher, das ist besser.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Musik von Videospielen einmal mit Orchester aufzuführen?

Héja: Die Idee hatte ich in Ungarn vor ungefähr 15 Jahren. Das ist das damals aber nicht zustande gekommen, und dann habe ich es wieder aus den Augen verloren und nicht mehr dran gedacht. Der Auslöser jetzt war der Bruder unserer Konzertdramaturgin Christine Faist. Er ist ein richtiger Gamer und hat ihr vor zwei Jahren einmal gesagt, dass er es cool fände, wenn wir einmal ein Konzert mit Game-Music machen würden.

Was reizt Sie an dieser Musik?

Héja: Mich reizt, was mich auch an der Filmmusik reizt. Mit relativ einfachen Mitteln wird eine große Wirkung erzielt. Game-Music funktioniert sehr ähnlich wie Filmmusik. Dadurch, dass ich Filmmusik mag, mag ich auch die Musik von Computerspielen.

Und wie kommt das beim Orchester an?

Héja: Für uns Musiker ist das wie ein Ausflug. Das Orchester ist sonst schwere, große Stücke gewohnt. Da macht es auch Spaß, ab und zu ein bisschen leichtere Sachen zu spielen, die sich dann auch leichter geben. Ich glaube, dass wir mit dieser Musik auch ein anderes Publikum erreichen können.

Wie spielerisch und lustig war die Probenarbeit?

Héja: Die Proben sind bei uns immer spielerisch und lustig, egal was wir proben. Das ist unsere Grundeinstellung.

Welches andere Publikum können Sie mit der Aufführung von Game Music erreichen?

Héja: Ganz genau kann ich Ihnen das nicht sagen, ich weiß es nicht. Aber ich hoffe natürlich, dass wir ein jüngeres Publikum ansprechen, das sonst nicht zu Orchesterkonzerten geht, aber eine Affinität zu Computerspielen hat. Es ist immer wichtig, dass das Publikum wirklich eine Verbindung hat zu dem, was es im Konzert hört. Ich glaube, dass junge Leute eher eine hohe Bindung zur Game Music als zur klassischen Musik haben. Und wenn sie dann „ihre“ Game Music einmal im Orchesterklang hören, ist das einfach unschlagbar.

Zum Konzert stellt das Staatstheater Spiel-Konsolen bereit. Werden Sie nach dem Konzert zur Entspannung auch einmal selbst spielen?

Heja: Ich glaube, ich probiere eine Konsole nach der Generalprobe aus. Nach dem Konzert trinkt man ein Bier und freut sich. Aber vielleicht gönne ich mir auch ein „Angry Bird“-Spiel auf meinem Handy. Ich habe ja noch alle Spiele installiert, weil ich so weit gekommen bin und diesen Stand nicht verlieren will.

Zur Person: Domonkos Héja, 1974 in Budapest geboren, wuchs in einer Musikerfamilie auf. Nach Stationen in Chemnitz und Budapest kam er 2015 als Generalmusikdirektor nach Augsburg.

Das Konzert: Zusammen mit den Augsburger Philharmonikern präsentiert Héja am Sonntag, 20. November, im Kongress am Park Musik aus Videospielen - vom Retrogame-Klassiker wie „Tetris“ bis hin zu neuen Releases wie „Civilization 6“. Beginn ist um 18 Uhr, Liveübertragung auf twitch.tv. Bereits ab 17 Uhr wird das Publikum im Foyer mit einer Retro Games Arcade begrüßt, in der viele Spieleklassiker ausprobiert werden können. Die Arcade steht allen Besucherinnen und Besuchern auch nach dem Konzert noch zum Spielen zur Verfügung.

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