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Janina Fialkowskas Geburtstagskonzert wird zum „Geschenk für alle“

Jubiläum

Janina Fialkowskas Klavierabend wird zum „Geschenk für alle“

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    Janina Fialkowska bei ihrem Geburtstagskonzert im Konzertsaal Grottenau.
    Janina Fialkowska bei ihrem Geburtstagskonzert im Konzertsaal Grottenau. Foto: Philip Behrens

    Ein ganzes Wochenende widmet das Leopold Mozart College of Music (LMC) einer Künstlerin, die internationalen Ruf genießt und die ebenso in der Augsburger Region seit Längerem glücklich beheimatet ist. Janina Fialkowska feiert ihren 75. Geburtstag und wurde ihrerseits vom Publikum nach ihrem Galakonzert zum Auftakt im LMC frenetisch gefeiert - „ein wechselseitiges Geschenk für alle“, wie Professor Christoph Hammer verkündete. Den Meisterkurs, den sie (noch diesen Samstag 10 bis 18 Uhr) anbietet, krönt das Abschlusskonzert am Sonntag, 10. Mai, um 19 Uhr im Konzertsaal Grottenau (Eintritt frei).

    Der Einladung des veranstaltenden Leopold Mozart Kuratoriums zum Galakonzert folgte ein Publikum, das die ganze musikalische Szene zu repräsentieren schien. Es war gebannt vom künstlerischen Vermögen, von der Ausstrahlung des Auftritts von Janina Fialkowska. Die in Montreal geborene Pianistin, die ihre Ausbildung unter anderem in Paris und an der New Yorker Juilliard School erhielt, umflort immer noch das schon legendäre Bekenntnis der großen Arthur Rubinstein zu den Fähigkeiten seines Schützlings. Sie löste diese anspruchsvolle Vorgabe in ihrer Karriere ein, in Auftritten und Einspielungen mit Pultstars wie Bernard Haitink, Lorin Maazel, Zubin Mehta. Andererseits nahmen Janina Fialkowskas Fans immer Anteil an ihren dunklen Schicksalszeiten, als sie sich nach einer tückischen Krebserkrankung zurückkämpfen musste.

    Lyrische Finesse und pianistische Brillanz

    Und was sie jetzt im Galakonzert bot, war ein fesselndes Panorama eines Teils ihres ansonsten umfassenden Repertoires, nämlich die Welt der früheren und späten internationalen Romantik und des Impressionismus. Es war ein Ereignis, das ohne relativierende Einschränkungen die 75-Jährige Musikerin aus ihrem Reich der Tasten zauberte. In den „Lyrischen Stücken“ von Edvard Grieg spürte sie nicht nur etwaigen nordischen Folklore-Färbungen nach, sondern gestaltete mit feiner Finesse die Kontraste dieser lyrischen Nuancen. Dasselbe triff auf Robert Schumanns „Fantasiestücke“ zu, worin sie mit pianistischer Brillanz die kaleidoskopisch mutierenden Kontraste ausformte. Maurice Ravels „Valses nobles et sentimentales“ schliff sie mit blitzender Schärfe und Kraft in all den fast delirierenden Assoziationsketten und Déjà-vus zu den magischen Momenten des Walzer-Taktes. Chopin zum Finale - zwei Mazurken und vor allem das h-moll-Scherzo rissen das Publikum zu Jubelrufen hin.

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