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  4. Kunstaktion: Wer spielt, der kann auch Grenzen überwinden

Kunstaktion
21.11.2022

Wer spielt, der kann auch Grenzen überwinden

„Auf Grenzensuche“: Szene aus einer der Performances des gleichnamigen Projekts.
Foto: Mercan Fröhlich

In der Augsburger Stadtmetzg zeigte Gianna Formicone ihren gemeinsam mit internationalen Künstlerinnen konzipierten Performance-Parcour.

Als Brückenbauerin konnte man Gianna Formicone in den letzten Jahren erleben. Als eine, die selbst in kontaktlosen Zeiten Menschen und Kulturen verbindet und als Theatermacherin unermüdlich an gemeinschaftsstiftenden Projekten arbeitet. Grenzen? Schienen bei ihr immer spielerisch überwindbar. Doch ihr neues Projekt, wieder eine "performic"-Produktion, zeigt, dass sie sich sehr bewusst mit Hindernissen auseinandersetzt.

Die Stadtmetzg als Ort mit Herausforderungen

"Auf Grenzensuche" heißt der Performance-Parcours, den sie mit acht internationalen Künstlerinnen und einem Chor entwickelte. Damit wurde die historische Stadtmetzg, in der unter der Woche städtische Sozialleistungen bearbeitet werden, am letzten Wochenende ungewöhnlich und sehr kreativ bespielt. Und nicht nur der Ort war eine Herausforderung mit seinen Barrieren. Drei Stationen waren angelegt, drei unterschiedliche Auseinandersetzungen mit weichen und harten Grenzen, mit Hindernissen und Ausgrenzungen. Dieser faszinierenden Performance lagen Texte zugrunde vom italienischen Nobelpreisträger Eugenio Montale ("An der Schwelle"), Paul Celan (von dem das "über sich hinaus wachsen" übernommen wurde) und Franz Kafkas Erzählung "Gemeinschaft".

Grenzerfahrungen, die universell erlebbar sind

Inspiriert von diesen Texten gestalteten zwanzig Frauen mit Musik, Tanz und Installationen ihre Grenzerfahrungen, die universell erlebbar sind. Ob die Mauern eher im Menschen selbst liegen (eine Assoziation, die die Tänzerin Diana Wöhrl körperlich leidend vermittelte), ob es sprachliche Barrieren waren (die die Rumänin Oana Hodades hartnäckig ignorierte und damit spielerisch überwand) oder tatsächlich von der Umgebung vorgegeben (Cecilia de la Jara wappnete sich in ihren expressiven Bewegungen dagegen mit Kissen und Papierwänden) – immer lag die Arbeit der Interpretation beim Betrachter, war also nicht sehr eng geführt in ihrer vielfältigen Bedeutung der Bilder und Symbole.

Fünf Freundesstimmen und ein fremder Chor

Einfacher machten es die Künstlerinnen an der dritten Station im glasüberdachten Innenhof: Hier wurde die Kafka-Erzählung von der Ausgrenzung reizvoll in eine musikalische Ablehnung verwandelt: Die kleine Gemeinschaft von fünf befreundeten Stimmen, die ganz in Harmonie das ukrainische Lied "Carol of the bells" sangen, versuchte ein hinzukommender Chor von außen zu erweitern. Die heftigen Abwehrbewegungen musikalischer Art machten hier den besonderen Reiz aus und erweiterten den Grenzbegriff über die bisherigen Bilder und den körperlichen Ausdruck hinaus. Zu starke Nähe, die auch akustisch bedrängte, wurde vertrieben, Grenzen neu aufgestellt. Ein Abschluss, der die Zuschauer nachdenklich zurückließ.

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