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Medizin statt Mode: Ein Augenzentrum ist nur ein Kompromiss

Kommentar

Augenzentrum statt Einzelhandel: Diese Lösung ist für die Innenstadt nur ein Kompromiss

Andrea Wenzel
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    In das ehemalige Eckerle-Gebäude in der Augsburger Innenstadt zieht demnächst ein Augenzentrum.
    In das ehemalige Eckerle-Gebäude in der Augsburger Innenstadt zieht demnächst ein Augenzentrum. Foto: Imke Rauhut

    Ein Augenzentrum in bester Innenstadtlage ist legitim, aber kein werbewirksames Signal. Nach außen bleibt hängen: Man schafft es nicht einmal mehr, an so einer zentralen Stelle in Augsburg wie an der Ecke Martin-Luther-Platz und Annastraße Einzelhandel oder Gastronomie anzusiedeln. Für einen Einkaufsstandort, der um Kunden und Strahlkraft ringt, ist das kein Aufbruchssignal.

    Die Kritik richtet sich dabei ausdrücklich nicht gegen die Augenklinik. Sie nutzt eine für sie attraktive Fläche und erfüllt einen Bedarf. Es ist nicht ihre Aufgabe, die Innenstadt mit einem besonderen Konzept zu beleben. Auch die Lage der Eigentümer darf man nicht völlig ausblenden.

    Große Flächen über mehrere Etagen, die aktuelle Lage im Handel sowie bauliche Vorgaben und rechtliche Hürden machen Nachvermietungen komplex. Dazu beeinflussen interne Rahmenbedingungen, die Außenstehende selten kennen, Entscheidungen.

    Augenzentrum ist keine Wunschlösung

    Dennoch bleibt: Eine medizinische Einrichtung statt Handel oder Gastronomie steigert die Attraktivität des Einkaufsstandorts nicht. Die Ansiedlung des Augenzentrums ist damit keine Wunschlösung, sondern allenfalls ein (notwendiger) Kompromiss.

    Unser Autor Michael Hörmann vertritt zu diesem Thema eine andere Meinung. Diese lesen Sie hier:

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