Nach Schließung der Freilichtbühne in Augsburg: Kultur täte der Innenstadt gut
Augsburg
Nach Schließung der Freilichtbühne: Kultur täte der Innenstadt gut
Die Idee, aus der Freilichtbühnen-Schließung im Rahmen des Möglichen etwas Positives zu machen, ist gut. Die Frage ist, was konkret bei den Überlegungen herauskommt.
Kultur, hier das Eröffnungskonzert des Philharmonischen Orchesters bei den Sommernächten 2018 am Ulrichsplatz, zieht Menschen in die Innenstadt.Foto: Klaus Rainer Krieger
Der Vorstoß, angesichts der Freilichtbühnenschließung über neue Kulturstandorte in der Innenstadt zu diskutieren, hat zwei Dimensionen. Erstens: Man kann vermuten, dass die Stadtregierung in bemerkenswertem Tempo auf diese von SPD, Generation Aux und „Theaterviertel jetzt“ ins Rollen gebrachte Diskussion aufspringt, um bei der Freilichtbühnen-Schließung den Fokus der öffentlichen Debatte nach vorne zu lenken. Neue Kulturorte sind ein schöneres Thema als marode Infrastruktur, ganz besonders im Wahlkampf. Zweitens: Inhaltlich ist der Vorstoß der Opposition von der Richtung her stimmig, und dass er trotz Wahlkampf von der Stadt aufgenommen wird, ist gut. Kultur muss trotz Freilichtbühnen-Schließung einen Raum haben, die Innenstadt verliert gleichzeitig an Attraktivität – beide Probleme lassen sich gemeinsam angehen.
Wie lange die Sanierung der Freilichtbühne in Augsburg dauern wird, ist unklar
Was unterm Strich rauskommt, lässt sich jetzt naturgemäß nicht bewerten. Am Gaswerk als großer Ausweichstätte führt zumindest für den Sommer 2026 vermutlich gar nichts vorbei. Ob es dann 2027 (wie lange die Sanierung der Freilichtbühne dauert, ist ungewiss) auch eine Inszenierung in der Innenstadt gibt oder ob es insgesamt nur um kleinere zusätzliche Events geht, ist die spannendere Frage. Es wird interessant sein, ob es dazu noch vor der Wahl eine Tendenz gibt am einberufenen runden Tisch.
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