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Nach Umbaumaßnahmen steht die Augsburger Kahnfahrt vor der Eröffnung

Augsburg

„Haben viel eingekauft“: Augsburger Kahnfahrt startet in eine besondere Saison

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    Mit neuen Booten startet die Augsburger Kahnfahrt in den Sommer 2026.
    Mit neuen Booten startet die Augsburger Kahnfahrt in den Sommer 2026. Foto: Klaus Rainer Krieger

    Die Gastronomie ist bereit, die neuen Boote liegen im Wasser und auch das Wetter spielt mit. Nach Umbaumaßnahmen im Winter läuft seit Freitag der Betrieb in der Kahnfahrt wieder. Künftig können dort 160 statt wie im Vorjahr 60 Gäste Platz finden. Allerdings soll auch dies nur eine Interimslösung sein.

    „Man kann sich schon vorstellen, wie der endgültige Ausbau der Kahnfahrt dann aussehen soll“, sagt Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle (CSU). Die Umbaumaßnahmen seien wichtig, da die Augsburger viele Erinnerungen mit der Kahnfahrt verknüpften, sie sei ein Ort mit großem Identifikationspotenzial. Auch Götz Beck, Geschäftsführer der Regio Augsburg Tourismus, ist überzeugt, dass die Kahnfahrt mit besserer Infrastruktur großes Potenzial berge und dazu beitragen könne, die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. „Wir haben so viele Orte hier in Augsburg, da müssen wir gar nichts künstlich schaffen“, sagt Beck. Die Standorte müssten nur besser eingesetzt werden.

    Zweiter Rettungsweg war ein Problem während der Baumaßnahmen

    Architekt Ulrich Rumstadt ist seit 2024 in die Planungen der neuen Kahnfahrt involviert. Eine besondere Herausforderung war es, einen zweiten Notausgang zu schaffen – dies gelang mithilfe eines Durchbruchs in der Stadtmauer, den die Denkmalschutzbehörde abgesegnet hatte. Allerdings, sagt Rumstadt, könne auch dies nur eine vorübergehende Lösung bleiben. Er spricht von der Möglichkeit, einen Weg entlang der Stadtmauer zur Franziskanerbrücke zu schaffen. „Dadurch wäre die Kahnfahrt weniger versteckt und alles wäre ein bisschen offener“, sagt er. Der Durchbruch könne dann wieder geschlossen werden.

    Der viel diskutierte zweite Notausgang durch die alte Stadtmauer ermöglicht künftig höhere Kapazitäten an der Augsburger Kahnfahrt.
    Der viel diskutierte zweite Notausgang durch die alte Stadtmauer ermöglicht künftig höhere Kapazitäten an der Augsburger Kahnfahrt. Foto: Klaus Rainer Krieger

    Gastronomischer Mix erwartet die Gäste der Augsburger Kahnfahrt

    Ute Leib-Schöpp und Christian Leib leiten seit dem Vorjahr die Gastronomie dort. Sie betreiben außerdem das Steakhouse „John Benton“ in der Karolinenstraße sowie das Café „Anna“ im Annahof. Das kulinarische Angebot der Kahnfahrt soll wie im Vorjahr bei leichter mediterraner sowie traditionell bayerischer Küche bleiben. Die Vorbereitungen für die Saison sind nahezu abgeschlossen. „Wir haben viel eingekauft, Abläufe optimiert und das Personal auf mehr Gäste eingestellt“, sagt Leib. An die weiteren Umbaupläne denken die beiden derzeit aber nicht. „Wir machen jetzt diese Saison und dann lassen wir alles andere auf uns zukommen“, sagt Leib-Schöpp.

    Bei gutem Wetter hat die Saison an der Kahnfahrt am Freitag begonnen. Ganz abgeschlossen sind die aktuellen Baumaßnahmen noch nicht, für den zweiten Notausgang fehlt noch Elektronik. Ab kommender Woche soll die neue Kapazität von 160 Gästen dann möglich sein. Perspektivisch soll die „neue“ Kahnfahrt unter anderem Hafen- und WC-Anlage sowie ein Schiff mit Steg bekommen.

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