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FC Augsburg

14.04.2015

Altintop hat gute Nachrichten

Halil Altintop vom FC Augsburg ist nach langer Verletzungspause wieder zurück im Training.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Halil Altintop, 32, ist wieder gesund und geht davon aus, dass er gegen Stuttgart wieder spielen kann. Jetzt will er sich schnell um seine sportliche Zukunft kümmern.

Sie standen vorige Woche schon wieder auf dem Trainingsplatz, warum hat es dann aber doch nicht gereicht, um gegen Paderborn zu spielen?

Altintop: Ich hatte das Gefühl, dass ich noch nicht so weit bin, der Mannschaft 100-prozentig weiterhelfen zu können. Deswegen konnte ich nicht mit nach Paderborn.

Sie hatten Rückenprobleme, was ist darunter genau zu verstehen?

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Altintop: Es war ein Nerv gereizt und das wirkte sich auf meinen rechten vorderen Oberschenkel aus. Da spielte auch eine Grippe eine große Rolle, die ich mir einfing. Ich war die ganze Woche krank, als das mit dem Nerv passierte. Das habe ich ein bisschen unterschätzt. Ich habe mich sehr gut gefühlt, wollte gegen Mainz unbedingt dabei sein, aber die Entzündung hatte Auswirkungen auf die Muskulatur.

Ich musste aufpassen, dass ich mir keine größere Muskelverletzung holen würde. Da wäre ich vielleicht Monate ausgefallen. Aber wir haben das gut in den Griff bekommen. Ich bin schmerzfrei und wenn nichts dazwischen kommt, sieht es für das Stuttgart-Spiel sehr gut aus.

Die Saison verlief bisher ja sensationell, doch aus den letzten neun Spielen gab es nur einen Sieg. Wie sehen Sie diese Phase, die die Mannschaft derzeit durchläuft?

Altintop: Es ist ein bisschen ärgerlich, wenn man die Chance hat, sich oben weiter festzuspielen, und es dann nicht schafft, ist man enttäuscht. Ich glaube, das gehört zu der Entwicklung dazu, die der Verein und die Mannschaft derzeit durchlebt. Ich bin überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser Phase zurückkehren werden.

Überrascht Sie dieser Negativlauf eigentlich?

Altintop: Nein. Es ist eine ganz, ganz neue Situation. Gegen die Gegner, gegen die wir in der Vorrunde die Punkte geholt haben und jetzt nicht gewonnen haben, gingen wir erstmals als Favorit ins Spiel. Das war eine neue Situation und generell ist es sehr schwierig, immer die Leistung abzurufen, zu der man eigentlich fähig ist.

Ist es wirklich so schwierig? Auf dem Platz spielt man doch Fußball?

Altintop: Natürlich ist das ein Riesen-Unterschied. Berlin oder Mainz, da war ich dabei, standen sehr tief und spielten nur auf Konter. Da haben uns ein wenig die Ideen gefehlt und auch ein wenig das Glück. Wenn wir in so einem Spiel mal wieder in Führung gehen, können wir unser Spiel wieder besser durchziehen. Das ist ein Lernprozess. Ich bin mir sicher, dass wir den gut bewältigen werden und ich bin gespannt, wie es ausgehen wird.

"Europa wäre eine fantastische Geschichte für den Verein"

Das Ziel ist ja, Platz sechs zu verteidigen. Damit wäre der FCA für die Europa League qualifiziert. Sie kennen das Gefühl, international zu spielen mit Schalke, Kaiserslautern und Trabszonspor. Wie wichtig wäre diese Teilnahme für Sie?

Altintop: Ich glaube, es gibt keinen im Verein, der sagt „Nee, das wollen wir nicht“. Aber man darf die immensen Belastungen, vor allem mit den Reisen, nicht unterschätzen. Aber es wäre eine fantastische Geschichte für den Verein und auch für uns Spieler. Deswegen werden wir alles dafür tun, dass wir, wenn man so lange da oben steht, die Saison am Ende auch krönen.

Sind Sie dann auch dabei? Die Vertragsverhandlungen ziehen sich. Manager Stefan Reuter hat heute beim Training gesagt, man ist in guten Gesprächen…

Altintop: Das stimmt. Wir hatten sehr, sehr gute Gespräche, aber dann kam meine Verletzung dazwischen.

Vertragsverlängerung? "Gespräche mit dem FCA waren bisher sehr, sehr gut."

Man hört auch, Ihr Berater sondiert noch den Markt…

Altintop: Man weiß doch, wie das Geschäft läuft. Ich weiß, was ich will. Die Gespräche mit dem FCA waren bisher sehr, sehr gut. Wichtig war jetzt, dass ich gesund werde und wenn ich ganz gesund bin, werden wir bald eine Entscheidung treffen.

Es ist eine ganz wichtige Unterschrift für Sie. Sie sind jetzt 32, es könnte Ihr letzter großer Vertrag werden?

Altintop: Im Fußball weiß man nie, was kommt. Es gibt genügend Beispiele, wo man gesagt hat, der spielt noch ein Jahr und dann spielte er noch fünf Jahre. Ich fühle mich eigentlich sehr, sehr gut. Deswegen kann ich nicht sagen, das ist der letzte oder vorletzte Vertrag. Ich genieße es und es macht mir sehr viel Spaß. Deswegen hoffe ich, es kommen noch einige Jahre hinzu.

Beim FCA?

Altintop: (Er sagt nichts, lacht nur.)

Es geht also in den Gesprächen auch darum, was der Verein Ihnen für eine Perspektive aufzeigen kann?

Altintop: Es muss für alle passen. Da braucht man nichts überstürzen. Wichtig ist, dass wir unsere Ziele erreichen und da sind wir, auch wenn die letzten Ergebnisse nicht so optimal waren, auf einem guten Weg.

Wann kommt die Vollzugsmeldung?

Altintop: (lacht) Ich habe es jetzt, glaube ich, fünfmal wiederholt. Erst musste ich gesund werden, dann werden wir eine Entscheidung mitteilen.

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