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Landesliga

15.01.2015

Aufbruchstimmung

Als Endrunden-Finalist haben die Fußballerinnen des TSV Pfersee mal wieder auf sich aufmerksam gemacht. Was Trainer Bülent Güney mit seinem Team sonst noch vor hat

Trainer Bülent Güney hat mit den Fußballerinnen des TSV Pfersee geschafft, was ihnen zehn Jahre lang verwehrt gewesen war: sie erreichten erstmals seit 2005 wieder das Finale der schwäbischen Hallenmeisterschaft. Dass sie sich dort dem zwei Klassen höher spielenden Lokalrivalen TSV Schwaben Augsburg mit 2:4 (1:1) im Sechsmeterschießen geschlagen geben mussten, tat der guten Laune und der Aufbruchsstimmung bei den Pferseer Frauen keinen Abbruch.

Schließlich haben sie mit ihrem Auftritt bei der Endrunde in Günzburg nachhaltig klar gemacht, dass es neben Schwaben Augsburg und dem Landesliga-Konkurrenten FCA mit dem TSV Pfersee weiterhin eine starke dritte Kraft im Augsburger Frauenfußball gibt.

Vor zwei Jahren übernahm Bülent Güney (37) in Pfersee das Traineramt, als die Frauen nach einem Nachfolger für Klaus Fischer suchten, der als Coach aufgehört hatte. „Abteilungsleiterin Denise Rittel hat dann über Facebook bei mir angefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein paar Zicken zu trainieren“, erinnert sich Bülent Güney lachend.

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Dass es sich bei den Pferseerinnen allerdings ganz und gar nicht um Zicken, sondern um engagierte, junge und talentierte Fußballerinnen handelte, war dem Coach schnell klar, als er seine neue Truppe kennengelernt hatte. „Die Mädels sind wie eine große Familie. Sie halten als Mannschaft zusammen, verbringen ihre Freizeit gemeinsam und haben eine tolle Kameradschaft. Mir taugt das voll“, schwärmt er von seinem Team.

Zuvor hatte Bülent Güney nur Männer trainiert. Nach seiner aktiven Zeit als Fußballer in Diensten der DJK Lechhausen II trainierte er lange Zeit die A-Jugend des TSV Gersthofen. Nach einem kurzen Gastspiel bei der 2. Mannschaft wechselte er zum CSC Batzenhofen, bevor ihn dann der Ruf aus Pfersee erreichte.

Seitdem klappt die Symbiose zwischen dem türkischen Coach und seinen Schützlingen recht gut. Obwohl es bei seinem Einstieg recht schlecht aussah und der TSV Pfersee mitten im Abstiegskampf steckte, schaffte die Mannschaft in Güneys erster Saison noch den Klassenerhalt in der Landesliga. In der vergangenen Saison musste man in die Relegation, schaffte aber auch diese und liegt nun in der Winterpause auf dem neunten Tabellenplatz.

Die Klasse zu halten und die jungen Eigengewächse aus dem Verein bestmöglich einzubauen, sind die sportlichen Ziele für Güney und Co. im Neuen Jahr. Schließlich habe er mittlerweile einige Spielerinnen über 30 Jahre in seinen Reihen, die sich den Punktspielstress wohl nicht mehr allzulange antun wollen. „Aufstiegsträume haben wir deshalb keine, solange wir dabei sind sind, die Mannschaft aufzubauen. Für uns ist es nämlich schwer, Spielerinnen von außen zu holen. Mit dem FCA-Logo auf der Brust und der Spielstätte Rosenaustadion ist das einfacher“, sagt Güney mit Blick auf den namhaften Konkurrenten aus dem Stadtgebiet, „wir müssen hingegen alles mit unserem eigenen Nachwuchs hinkriegen.“

Um das zu erreichen, setzt der Vater einer sechsjährigen Tocher auf Teamgeist, Spaß und Abwechslung. Das Fußballtraining wird dann schon mal durch einen Ausflug in den Klettergarten ersetzt, man geht zum Boxtraining oder zum Schwimmen. „Das ist wichtig, damit der Kopf frei wird“, sagt Güney. Auch ein Fitnesstrainer wurde geholt. So will man sich bereit machen für die nächsten sportlichen Herausforderungen. In der Halle hat es schon mal recht gut geklappt, ab 22. März wollen die Pferseerinnen ihren Erfolgslauf dann auch im Freien fortsetzen.

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